Nachhaltig bauen lohnt sich

Der Staat fördert energiesparende und altersgerechte Häuser mit Krediten und Zuschüssen.

Ob gleich ein ganzes Effizienzhaus oder lediglich eine klimafreundliche Heizung für das bereits bestehende Eigenheim – die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützt viele Bau- oder Modernisierungsvorhaben mit Zuschüssen oder zinsgünstigen Darlehen. Voraussetzung: Die Maßnahmen müssen entweder der energetischen oder altersgerechten Aufwertung dienen oder den Einbruchschutz erhöhen. Wer die Förderung noch vor Beginn der Bauarbeiten beantragt und sie von Fachleuten ausführen sowie von einem Energieberater begleiten lässt, hat das Geld quasi in der Tasche.

Was ist ein KfW-Zuschuss?

Beim KfW-Zuschuss handelt es sich um eine einmalige finanzielle Zuwendung, die es in zwei verschiedenen Arten gibt: als Direktzuschuss oder als Tilgungszuschuss. Den Direktzuschuss erhalten Sie direkt auf Ihr Konto. Damit sind Sie liquide und können Rechnungen bezahlen. Tilgungszuschüsse sind hingegen immer mit einem Darlehen (bestenfalls mit einem KfW-Darlehen) verbunden und werden von dessen Restschuld abgezogen.  Das verkürzt die Kreditlaufzeit und spart Zinsen.

Direkte Zuschüsse für Einzelmaßnahmen

vergibt wie gehabt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa).

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Wir prüfen gemeinsam mit Ihnen, wo und wann Sie einen Antrag auf Fördermittel stellen können, damit Sie die KfW-Förderung optimal ausschöpfen und von Tilgungszuschüssen profitieren.

Ihr Berater oder Ihre Beraterin helfen Ihnen gerne weiter.

Neubau

Für den Bau oder den Kauf eines Effizienzhauses vergibt die KfW seit Juli 2021 bis zu 150.000 Euro Kredit. Als Alternative ist seit kurzem ein direkter Zuschuss von bis zu 37.500 Euro möglich. Dieser kann auch als Tilgungszuschuss eingesetzt werden, um das Darlehen zu reduzieren und die Kreditlaufzeit zu verkürzen.

Zusätzlich fördert die KfW die Baubegleitung sowie eine Nachhaltigkeitszertifizierung: Möglich sind jeweils bis zu 10.000 Euro Kredit und bis zu 5.000 Euro Tilgungszuschuss oder direkter Zuschuss. Gut zu wissen: Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) ist zum 1. Juli 2021 bei der KfW für alle Wohngebäude und Nichtwohngebäude gestartet.

Komplettsanierung

Auch die Umwandlung in ein Effizienzhaus fördert die KfW in größerem Umfang als bisher. Wenn der Energiebedarf danach mindestens zu 55 Prozent mit erneuerbaren Energien gedeckt wird, ist ein Kredit von bis zu 150.000 Euro und ein Tilgungszuschuss von bis zu 75.000 Euro möglich. Alternativ können Haussanierer bis zu 75.000 Euro je Wohneinheit direkten Zuschuss bekommen.

Folgen die Baumaßnahmen dem „individuellen Sanierungsfahrplan“ eines Energieberaters, steigt der (Tilgungs-) Zuschuss um weitere 5 Prozentpunkte. Die Baubegleitung wird wie beim Neubau gefördert.

Einzelsanierungen

Ob Fenster, Heizung oder Bad – auch für einzelne Sanierungsmaßnahmen bietet die KfW verschiedene Förderprogramme mit attraktiven Zinssätzen und Zuschüssen. Dazu gehören unter anderem: neue Fenster, eine klimafreundliche Heiztechnik, ein barrierefreies Bad oder breitere Wege und Türen. Seit 1. Juli 2021 ist der Höchstkreditbetrag von 50.000 Euro auf 60.000 Euro angestiegen.

Neu ist außerdem, dass es die Förderkredite der KfW auch für das Erneuern der Heizung gibt. Wird eine alte Ölheizung ausgetauscht, sind Tilgungszuschüsse von bis zu 50 Prozent möglich. Bei der Wärmetechnik ist die Beratung durch einen Energieexperten keine Voraussetzung für den Zuschuss.