Ressourcenmanagement

Maßnahmen

Ein nachhaltiger Energiehaushalt

Energie einsparen und zugleich auf erneuerbare Energiequellen umsteigen, wo immer es möglich ist - das ist die Klimastrategie der Volksbank Stuttgart eG für eine Bessere Zukunft.

Ein nachhaltiger Energiehaushalt

1 I Elektrofahrzeuge im Fuhrpark

Mit fünf E-Smarts und drei E-BMWs sind nun insgesamt acht umweltfreundliche Elektrofahrzeuge in der Region unterwegs.

2 I Digitale Zahlungsmöglichkeiten

Bargeld kostet, und zwar Ressourcen. Die digitalen Bezahlsysteme der Volksbank Stuttgart eG sind sicher und lassen sich auch mobil nutzen.

3 I Online-Banking

Geld digital zu verwalten ist effizient und nachhaltig. Ein gutes Beispiel: der elektronische Kontoauszug.

4 I IT-Entsorgung

Elektroschrott belastet die Umwelt. Deshalb lässt die Volksbank Stuttgart die ausgemusterte IT-Hardware abholen und wieder flottmachen.

5 I PenPad

Bye-bye Buchungsbeleg. Formulare werden elektronisch archiviert. Das spart Papier und Transportwege.

6 I Cash Cycle

Einzahlung = Auszahlung: Mit diesem Grundprinzip lässt sich der Bargeldkreislauf vereinfachen und CO2 einsparen.

Seit 2020 berechnet zudem die Software CCO CashManagement, wann und mit welcher Menge die Automaten wieder befüllt werden müssen. Das spart unnötige Botentouren.

7 I Papier-Recycling

Papierabfälle werden recycelt. Und nach Möglichkeit bei der täglichen Arbeit ganz vermieden.

8 I Heizung und Lüftung

Nach und nach werden die Filialen mit einer energieeffizienten Heizund Raumlufttechnik ausgestattet.

9 I Regionale Handwerker

Für Sanierungen und Neubauten beauftragt die Volksbank Stuttgart eG regionale Handwerksbetriebe.

10 I Oberlichter

In zahlreichen Gebäuden ersetzt natürliches Tageslicht einen Teil der Beleuchtung.

11 I Photovoltaikanlagen

Auf den Dächern von insgesamt elf Filialen erzeugen Solarzellen saubere Energie.

12 I Server-Virtualisierung

Eine effiziente IT-Infrastruktur senkt den Energieverbrauch.

13 I Produkte

Spezielle Kredite helfen Kunden bei energetischen Sanierungen.

14 I Digitaler Postlauf

Datenhighway statt Straße: Scanner und Barcodes regeln die vollautomatische Weiterleitung und Archivierung von Dokumenten.

15 I Austausch der Drucker

Weniger Geräte, noch dazu hochmodern: damit senkt die Volksbank Stuttgart eG den Energieverbrauch.

16 I LED-Beleuchtung

Effizientes Lichtmanagement spart Strom und Geld.

17 I Digitale Beratungsprozesse

Vorgänge werden nach Möglichkeit digitalisiert.

18 I Elektronische Kreditakte

Eingescannte und elektronisch archivierte Akten sparen Papier-, Druck- und Transportkosten. Und Platz.

19 I Blockheizkraftwerk

In Waiblingen sorgt ein Blockheizkraftwerk für Strom, Wärme und Kälte.

20 I Das Volksbank Quartier

Hauptstandort für alle internen Verwaltungsbereiche und ausgezeichnet mit dem DGNB Zertifikat in Platin, der höchsten Bewertungsstufe für nachhaltiges Bauen.

Der 2019 bezogene Hauptsitz der Volksbank Stuttgart auf dem Neckarparkgelände ist ein Musterbeispiel für nachhaltiges Bauen.
Der 2019 bezogene Hauptsitz der Volksbank Stuttgart auf dem Neckarparkgelände ist ein Musterbeispiel für nachhaltiges Bauen.

Neckarpark

Die richtige Betriebstemperatur

Beim Bau des Volksbank Quartiers ging es darum, Energiehaushalt, interne Prozesse und Wohlbefinden zu optimieren.

Schnelle Abstimmung auf dem kurzen Dienstweg. Pustekuchen. Seit der Fusion mit der Volksbank Rems waren sämtliche internen Verwaltungsbereiche über das gesamte Geschäftsgebiet verteilt. In puncto Effizienz kein Dauerzustand. Seit 2013 suchte die Volksbank Stuttgart daher nach einem gemeinsamen Standort. Auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs in Stuttgart Bad Cannstatt wurde sie fündig. Die beiden ersten Gebäude in dem neu erschlossenen Wohn- und Gewerbegebiet Neckarpark entstanden im Auftrag der Volksbank Stuttgart.

Innerhalb von zwei Jahren realisierte das Münchner Industriebauunternehmen Dibag den Bau des neuen Hauptsitzes, dem Volksbank Quartier. 700 Arbeitsplätze auf 19.000 Quadratmetern. Rund 420 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Volksbank Stuttgart samt Vorstand zogen 2019 dort ein. Darunter auch das KundenDialogCenter sowie die Volksbank Immobilien GmbH. Die restlichen Flächen wurden vermietet.

Zugunsten der Umwelt und des Arbeitsklimas
Wenn schon, denn schon: Bei einem Bauprojekt in dieser Größenordnung machte die Volksbank Stuttgart keine halben Sachen, sondern investierte zugleich in eine nachhaltige und energetische Bauweise. Von Anfang an stand dabei auch das Wohlbefinden der Menschen im Fokus der Architekten und Innenausstatter. Das Ergebnis: kurze Wege, helle und großzügige Räume, begrünte Innenhöfe, gesundes Essen im Betriebsrestaurant, kindgerechte Büros, ergonomische Möbel, Sport- und Bewegungsmöglichkeiten sowie barrierefreie Zugänge auf allen Ebenen.

Klimafreundliche und
ressourcenschonende Bauweise


Energieversorgung:

 

Der gesamte
Neckarpark wird über Abwasserwärmenutzung
mit Energie versorgt.
Dach und Fassaden: Rund 30 Prozent
der Außenfläche sind begrünt.

Strom:
Die Photovoltaikanlagen auf
den Dächern erzeugen jährlich eine
Strommenge von 101.000 Kilowatt.

Beleuchtung:
Große Fensterfronten
sowie LED-Technik sorgen für die
richtige Lichtmenge.
Baustoffe: Wo immer möglich, sind
ökologische Materialien im Einsatz.

Neckarpark/Zertifizierung

Erst Gold, dann Platin.

Nach einigen Optimierungen erzielte die Volksbank Stuttgart eG die höchste Bewertungsstufe für nachhaltiges Bauen: das DGNB-Zertifikat in Platin.

Schon die Ersteinschätzung der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) ergab: Das Volksbank Quartier erfüllt sämtliche Voraussetzungen für das Zertifizierungsergebnis „Gold“. Bauqualität, städtebauliche Einbindung sowie das Energiekonzept wurden schon 2019 als sehr hoch eingestuft. So hoch, dass sogar die Bewertungsstufe „Platin“ in Frage kam. Vorausgesetzt, die Volksbank Stuttgart bessert an einigen Stellen nach.

Bestnoten für die Bauweise
Nach DGNB-Gold und einigen baulichen Optimierungen folgte 2020 also das Zertifikat DGNB Platin. Besser geht‘s nicht. Ausschlaggebend für die Bewertung war unter anderem die Ökobilanzierung des Unternehmens, die mit über 90 Prozent besonders gut ausfiel. Untersucht werden dabei die Umweltwirkungen des Gebäudes über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Kriterien sind beispielsweise der Energieverbrauch, die Wahl der Materialien, aber auch Aufwand für die Reinigung und Instandhaltung.

Positiv ins Gewicht fiel zudem die Tatsache, dass die Gebäude flexibel umgestaltet werden können, sollten sich die Nutzungsbedingungen einmal ändern. Auch die hohe Raumluftqualität trug zu der Entscheidung der Gutachter bei, ebenso wie der gute Schallschutz, die komplette Barrierefreiheit sowie der Einfluss der Nutzer auf Licht und Raumtemperatur.

Beide Gebäude des Volksbank Quartiers wurden mit Platin ausgezeichnet.

Nachhaltigkeits-Zertifizierung

Bewertungskriterien für die DGNB-Zertifizierung

Ökologische
Qualität
Ökonomische
Qualität
Soziokulturelle
und funktionale
Qualität
Technische
Qualität
Prozessqualität Standortqualität
6 Einzelkriterien 3 Einzelkriterien 9 Einzelkriterien 6 Einzelkriterien 8 Einzelkriterien 4 Einzelkriterien
Zum Beispiel:
• Ressourcenverbrauch
• Abwasseraufkommen
• Risiken für die
lokale Umwelt

• Lebenszykluskosten
• Umnutzung
• Marktfähigkeit
Zum Beispiel:
• Thermischer, visueller
und akustischer
Komfort
• Luftqualität der
Innenräume
• Barrierefreiheit
Zum Beispiel:
• Schallschutz
• Anpassungsfähigkeit
der technischen
Systeme
• Mobilitätsinfrastruktur
Zum Beispiel:
• Projektvorbereitung
und Planung
• Bauprozess
• Inbetriebnahme

Zum Beispiel:
• Verkehrsanbindung
• Image und
Zustand

 

 

Klimarelevante Emissionen

CO2-Emissionen

Energie sparen zugunsten des Klimas

Die Volksbank Stuttgart eG trägt als Unternehmen dazu bei, die Klimaziele zu erreichen.

Energie sparen zugunsten des Klimas

Zu Emissionen zählen Gase, Staub und flüssige Stoffe, ebenso Wärme, aber auch Lärm und Erschütterungen. Im Zusammenhang mit dem Klimawandel sind es vor allem die vom Menschen verursachten CO2-Emissionen, die den natürlichen Treibhauseffekt verstärken und zu einer globalen Erwärmung führen. Deutschland hat sich zum Ziel gesetzt, bis Mitte des Jahrhunderts möglichst treibhausneutral zu werden. Das ist nur möglich, wenn klimaschädliche Emissionen drastisch reduziert werden. Das heißt vor allem eines: Energie sparen. Die Volksbank Stuttgart setzt eine Reihe von Maßnahmen um, um ihren Energieverbrauch zu verringern.

Bargeldtransporte

Cash Recycler

Um die Geldautomaten mit ausreichend Bargeld zu
befüllen, werden große Summen bewegt. Zahlreiche
Werttransporter verkehren zwischen den Cashcentern,
Banken und Filialen – mehrmals täglich, hin und zurück.
Mit Hilfe einer modernen Automaten- und Kassentechnologie lässt sich dieser Logistikaufwand besser planen und minimieren. Sogenannte Cash-Recycler können das eingezahlte Bargeld sofort wieder auszahlen. Ist eine Kassette voll, kann sie mit wenigen Handgriffen in den Geldausgabeautomaten eingesetzt werden. Seit 2020 berechnet zudem die Software CCO CashManagement der Firma Ratiodata GmbH, wann und mit welcher Menge die Automaten wieder befüllt werden müssen.

Bargeldtransporte

Bike und E-Bike Leasing

Bike und E-Bike Leasing

Das Bike und E-Bike-Leasingangebot der Volksbank Stuttgart unterstützt eine umweltfreundliche Fortbewegung. In Kooperation mit der Firma Internetstores können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bis zu zwei Fahrräder leasen.

Bike und E-Bike Leasing

Server-Virtualisierung

Server-Virtualisierung

Mittels Virtualisierung wird die IT-Infrastruktur vereinfacht. Nicht jede Anwendung erhält einen eigenen physischen Rechner, sondern sie laufen über sogenannte virtuelle Maschinen. Ein Hypervisor teilt ihnen die entsprechenden Ressourcen zu. Das hat den Vorteil, dass die Server besser ausgelastet sind und nicht so viele von ihnen benötigt werden.

Server-Virtualisierung

IT-Entsorgung

IT-Entsorgung

Der IT-Betrieb ist energieintensiv und verursacht hohe CO2-Emissionen. Bei der Volksbank Stuttgart landen die rund 770 PCs und Notebooks nicht im Elektroschrott, sondern werden in Kooperation mit der Firma AfB social & green IT wieder flottgemacht oder – je nach Zustand – recycelt und erneut dem Rohstoffmarkt zugeführt. Das reduziert die Neuproduktion sowie den Rohstoffverbrauch und damit den Energiebedarf.

IT-Entsorgung

Online-Besprechungen und -Schulungen

In Sachen Weiterbildung setzt die Volksbank Stuttgart schon seit längerem auf webbasierte Trainings und Webinare. Der Vorteil: Das elektronische Seminar findet direkt am Arbeitsplatz statt. Die Fahrt von A nach B entfällt. Im Zuge der Corona-Pandemie finden nun auch Besprechungen überwiegend online statt – mit demselben Effekt.

Online-Besprechungen und -Schulungen

Inanspruchnahme natürlicher Ressourcen

Das Volksbank Suttgart Mobil

Service auf sechs Rädern

Viel Service, möglichst wenig CO2: Seit August 2020 ist die rollende Filiale der Volksbank Stuttgart eG unterwegs.

Volksbank Stuttgart Mobil

Stefan Eber und Horst Loewe sind Bankberater. Jeden Morgen betreten sie ihre Filiale, ordentlich in Anzug und Krawatte, wie andernorts auch. Sie zahlen Bargeld aus, passen Daueraufträge an oder räumen einen Dispokredit ein. Der entscheidende Unterschied: ihre Filiale bewegt sich. Montagvormittag steht sie in Schnait, am Nachmittag in Birkmannsweiler und am Tag darauf in Rohracker. An insgesamt sechs Standorten ist sie präsent, von Montag bis Freitag.

Mit der mobilen Filiale stellt die Volksbank Stuttgart die Bargeldversorgung in einigen Teilen ihres Einzugsgebietes sicher, in denen es keine „statische“ Filiale und auch kein Selbstbedienungsterminal mehr gibt. „An einigen Standorten war schlichtweg zu wenig Frequenz, so dass sich der Betrieb nicht mehr gelohnt hat“, erklärt Markus Schmid, Regionaldirektor in Weinstadt und Stuttgart-Nord, die Entwicklung. „Dennoch wollen wir insbesondere für ältere Menschen persönlich ansprechbar sein. Mit dem Volksbank Stuttgart Mobil können wir nahezu alle Service-Leistungen anbieten, wie das auch bei einer herkömmlichen Filiale der Fall ist.“ Dementsprechend ist das Fahrzeug ausgestattet: Neben dem Schalter gibt es einen Wartebereich sowie ein Kundenserviceterminal mit Kontoauszugdrucker und Geldautomat.

Nachhaltig auf ganzer Linie
Und noch ein Pluspunkt kann die mobile Bank für sich verbuchen: Der auffällig gestaltete Transporter ist umweltfreundlich unterwegs – mit einem abgasarmen Dieselmotor, einer leistungsfähigen Batterie, LED-Leuchten sowie einer Photovoltaikanlage auf dem Dach.

Das Volksbank Stuttgart Mobil
Die rollende Volksbank-Filiale ist knapp 8 Meter lang und wiegt 5,5 Tonnen.

Umweltfreundlich unterwegs

  • Ein leistungsfähiges Batteriepaket
    sowie eine Photovoltaik-
    Anlage auf dem Dach sorgen für
    ausreichend Strom. Auch ein
    Teil der vom Motor erzeugten
    Energie wird in die Batterie
    eingespeist.
  • Die Klimaanlage wird mit Hilfe
    einer Wärmepumpe betrieben.
  • Zudem sind energiesparende
    LED-Leuchten im Einsatz.
  • Und: Der Dieselmotor entspricht
    der aktuellen Abgasnorm.

Rezemo

Mit Kaffeekonsum die Welt verbessern

Die Gründer von Rezemo sind angetreten, um den Kaffeemarkt zu revolutionieren. Mit ihren nachhaltigen Kapseln aus Holz und Pflanzenstärke haben sie sich auch im Ausland bereits einen Namen gemacht.

Julian Reitze (links) und Stefan Zender
Vom Vorlesungssaal direkt in die Gründung. Für Julian Reitze (links) und Stefan Zender sind Sägespäne mehr als ein Restprodukt. Die abbaubaren Holzfasern sind für sie das Universal-Verpackungsmaterial der Zukunft.
Rezemo Kaffeekapseln

Die Deutsche Umwelthilfe schätzt, dass die Deutschen etwa 3,5 Milliarden Kaffeekapseln pro Jahr verbrauchen. Das sind rund 14.000 Tonnen Verpackungsabfall aus Kunststoff, Aluminium und Papier. Dass das so gar nicht zu einem immer größer werdenden gesamtgesellschaftlichen Umweltbewusstsein passt – logisch. Für die beiden Gründer selbst wurden Praktika in China und Saudi-Arabien zu einem prägenden Erlebnis in Hinblick auf das eigene Handeln. Der erste Gang zur Nespresso®-Maschine nach dem Auslandsaufenthalt, zum Aufbruch in das Gründer- Dasein. „Nach der Rückkehr fühlte es sich einfach grundlegend falsch an, bei einem Wegwerfprodukt auf eine Verpackung aus Aluminium & Co. zurückzugreifen“, so Reitze im Gespräch. Drei Jahre tüftelten die Wirtschaftsingenieure an der Marktreife des Produkts. Profitiert haben sie dabei vom universitätsnahen Umfeld mit dem Fraunhofer-Institut und dem direkten Austausch mit mittelständischen Unternehmen aus der Region.

Verpackungsrevolution, „made im Ländle“
Den Status quo hinterfragen, Möglichkeiten entdecken und sich dabei auch auf etwas völlig Neues einlassen können. Das war für die Gründung des Unternehmens wichtig. Für Reitze und Zender ist das aber auch elementar, wenn es darum geht, ein Bewusstsein für Verpackungen und das eigene tägliche Handeln beim Konsumenten herzustellen. Unsere Abfallwirtschaft fußt auf dem Recycling-Prinzip. In perfekter Version ist das ein Kreislauf, welcher sich nicht neuer schwer- bis gar nicht abbaubarer Ressourcen bedienen muss. Für Reitze reine Utopie. In der Realität nutze man, oftmals aus Kostengründen, eben doch neue, umweltschädliche Ressourcen. Und genau hier wollen die beiden im Raum Konstanz aufgewachsenen Gründer ansetzen. Mit ihren Kapseln kommt neu nur in den Kreislauf, was aus nachwachsenden Rohstoffen stammt und 100 % natürlich abbaubar ist. Holzspäne aus süddeutscher Forstwirtschaft in Kombination mit Pflanzenstärke aus Mais oder Zuckerrübe.

„Zukunft braucht Nachhaltigkeit. Aus ökologischer und ökonomischer Sicht.“
 

J U L I A N   R E I T Z E

Nachhaltige Kaffeekapseln
Die Kapseln von rezemo vereinen bequemen Kaffeegenuss mit ökologischem Fairplay.

Manchmal kann es nachhaltiger sein, nicht der Norm zu entsprechen
Einziger Wermutstropfen: Leider ist die Entsorgung von nachhaltigen Kaffeekapseln im Biomüll gesetzlich nicht gestattet. Aus technischer Sicht erfüllt die rezemo Kapsel aber die Anforderungen. Es benötigt nur etwas mehr Zeit, bis die Kapsel vollständig abgebaut ist. Daher darf die Kapsel offiziell nicht in die Biomülltonne, aber auf den Kompost, denn an der Grenze zum privaten Garten hören die Vorschriften der EU auf. „Normen und Zertifizierungen sind so eine Sache“, erklärt Julian Reitze. „Zum Beispiel gilt etwas als kompostierbar, wenn es sich innerhalb von zwölf Wochen zu 90 Prozent zersetzt. In den restlichen zehn Prozent befinde sich jedoch oft genau jenes Mikroplastik, das in den Kreislauf gerate. rezemo Kapseln sind zwar nicht entsprechend der praxisfernen europäischen Kompostierungs- Norm zertifiziert, aber bei uns landet nichts Schädliches in der Natur und darauf kommt es schließlich an.“

Die Zukunft trägt Holz
Fünf Sorten Kaffee und Espresso, unter anderem von einer Rösterei aus dem Allgäu, bietet das im Webshop auf rezemo.de abrufbare Sortiment seinen Kunden. Die Hauptzielgruppe der alternativen Nespresso®-Kapsel liegt für Reitze und Zender aber vor allem im B2B Bereich, insbesondere der Hotellerie. Eine Branche, für die das zurückliegende Jahr ein wirtschaftliches Desaster war. Der Weitblick der beiden Verpackungs-Enthusiasten sorgte aber auch im Krisenjahr für Wachstum. Das Unternehmen hat sich bewusst nicht nur als Kaffeemarke platziert, sondern auch als innovativer Verpackungstechnikhersteller. Die unbefüllten Kapseln selbst werden deshalb ebenfalls verkauft. Kaffeeröster aus Österreich, Belgien und den Niederlanden setzen bereits auf die umweltfreundlichen Alternativen. Ihre Kompetenz für nachhaltige Verpackungen wollen die beiden Unternehmer nun mit ihrer neu gegründeten Marke forewood® vermarkten. Von der Beratung  bis hin zur finalen, Holz basierten Verpackung. „Je länger man an dem Thema dran ist, desto höher ist die Motivation, noch mehr zu bewegen“, so Reitze. Nur logisch, dass die Verpackungsrevolution dann nicht beim morgendlichen Kaffee enden kann.