Ressourcenmanagement

Maßnahmen

Grüne Zahlen

Soweit es geht auf erneuerbare Energiequellen umstellen und gleichzeitig Energie sparen - die Volksbank Stuttgart eG tut eine Menge, um ihre Ökobilanz zu verbessern.

Grüne Zahlen

1 I Elektrofahrzeuge im Fuhrpark

Mit fünf E-Smarts und drei E-BMWs sind nun insgesamt acht umweltfreundliche Elektrofahrzeuge in der Region unterwegs.

2 I Digitale Zahlungsmöglichkeiten

Bargeld kostet, und zwar Ressourcen. Die digitalen Bezahlsysteme der Volksbank Stuttgart eG sind sicher und lassen sich auch mobil nutzen.

3 I Online-Banking

Geld digital zu verwalten ist effizient und nachhaltig. Ein gutes Beispiel: der elektronische Kontoauszug.

4 I IT-Entsorgung

Elektroschrott belastet die Umwelt. Deshalb lässt die Volksbank Stuttgart eG die ausgemusterte IT-Hardware abholen und wieder flottmachen.

5 I PenPad

Bye-bye Buchungsbeleg. Formulare werden elektronisch archiviert. Das spart Papier und Transportwege.

6 I Cash Cycle

Einzahlung = Auszahlung: Mit diesem Grundprinzip lässt sich der Bargeldkreislauf vereinfachen und CO2 einsparen.

7 I Papier-Recycling

Papierabfälle werden recycelt. Und nach Möglichkeit bei der täglichen Arbeit ganz vermieden.

8 I Heizung und Lüftung

Nach und nach werden die Filialen mit einer energieeffizienten Heizund Raumlufttechnik ausgestattet.

9 I Regionale Handwerker

Für Sanierungen und Neubauten beauftragt die Volksbank Stuttgart eG regionale Handwerksbetriebe.

10 I Oberlichter

In zahlreichen Gebäuden ersetzt natürliches Tageslicht einen Teil der Beleuchtung.

11 I Photovoltaikanlagen

Auf den Dächern von insgesamt elf Filialen erzeugen Solarzellen saubere Energie.

12 I Server-Virtualisierung

Eine effiziente IT-Infrastruktur senkt den Energieverbrauch.

13 I Produkte

Spezielle Kredite helfen Kunden bei energetischen Sanierungen.

14 I Digitaler Postlauf

Datenhighway statt Straße: Scanner und Barcodes regeln die vollautomatische Weiterleitung und Archivierung von Dokumenten.

15 I Austausch der Drucker

Weniger Geräte, noch dazu hochmodern, damit senkt die Volksbank Stuttgart eG den Energieverbrauch.

16 I LED-Beleuchtung

Effizientes Lichtmanagement spart Strom und Geld.

17 I Digitale Beratungsprozesse

Vorgänge werden nach Möglichkeit digitalisiert.

18 I Elektronische Kreditakte

Eingescannte und elektronisch archivierte Akten sparen Papier-, Druck- und Transportkosten. Und Platz.

19 I Blockheizkraftwerk

In Waiblingen sorgt ein Blockheizkraftwerk für Strom, Wärme und Kälte.

20 I Das Volksbank Quartier

Zentrale Stelle für alle internen Abteilungen. Erspart nicht nur die Fahrten zwischen den einzelnen Standorten, sondern ist auch sonst ökologisch auf dem neuesten Stand.

Neckarpark
Vorher: Auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs in Stuttgart-Bad Cannstatt entsteht der neue Firmensitz der Volksbank Stuttgart eG.
Vorher: Auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs in Stuttgart-Bad Cannstatt entsteht der neue Firmensitz der Volksbank Stuttgart eG.
Nachher: Helle, großzügige Büroräume – auf knapp 19.000 Quadratmetern entstehen über 700 Arbeitsplätze.
Nachher: Helle, großzügige Büroräume – auf knapp 19.000 Quadratmetern entstehen über 700 Arbeitsplätze.

Projekt Neckarpark

Alle(s) unter einem Dach

Der neue Hauptsitz der Volksbank Stuttgart eG vereint alle internen Verwaltungsbereiche in einem Gebäude und ist zugleich ein Beispiel für moderne, nachhaltige Architektur.

2019 war es soweit. Rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Volksbank Stuttgart eG sind samt Chef-Etage in neue Räumlichkeiten gezogen. Volksbank Quartier lautet der Name des Standorts, der eher an ein Kunstmuseum als an ein Kreditinstitut denken lässt. Der Firmensitz liegt mitten in einem städtebaulichen Hotspot. Auf der Fläche des ehemaligen Güterbahnhofs entsteht auf insgesamt 25 Hektar das neue Wohn- und Gewerbegebiet Neckarpark. Die beiden ersten Gebäude wurden von dem Münchner Industriebauunternehmen Dibag im Auftrag der Volksbank Stuttgart eG errichtet. Kosten: 70 Millionen Euro – die höchste Investitionssumme in der Geschichte der Bank.

Eine Investition in Effizienz und Wohlbefinden
Das Geld nicht in die Hand zu nehmen, wäre langfristig noch viel teurer geworden. Der Grund: Seit die Stuttgarter Volksbank AG vor zehn Jahren mit der Volksbank Rems fusionierte, waren wichtige Verwaltungsbereiche über das gesamte Geschäftsgebiet verteilt. In puncto Effizienz kein Dauerzustand. Ein neuer, gemeinsamer Standort war erforderlich. Zentral sollte er sein und gut angebunden an das Verkehrsnetz. Doch Baugebiete in 1A-Lage und mit der gewünschten Anbindung haben in Stuttgart Seltenheitswert. Entsprechend langwierig gestaltete sich die Suche nach geeigneten Flächen. Schließlich war es der Erste Bürgermeister der Stadt Stuttgart, Michael Föll, der den Neckarpark als neuen Sitz ins Spiel brachte.

Energieoptimiert und nachhaltig
Innerhalb von zwei Jahren realisierte die Dibag das Großprojekt: zwei fünfstöckige Gebäude, die über Stege miteinander verbunden und mit einer Tiefgarage unterkellert sind. Außerdem begrünte Dachflächen und Innenhöfe, eine Lärmschutzwand, ein Betriebsrestaurant sowie eine SB-Filiale – alles energieoptimiert und nachhaltig gebaut. Auf knapp 19.000 Quadratmetern entstanden mehr als 700 Arbeitsplätze.

In einem der beiden Gebäude sind sechs Verwaltungsbereiche der Volksbank Stuttgart eG untergebracht, darunter auch das Kundendialog-Center. Auch der Vorstand arbeitet dort. Im anderen befinden sich die Volksbank Immobilien GmbH, das Betriebsrestaurant sowie eine SB Filiale. Die restlichen Flächen werden vermietet. Die Räume am früheren Standort Börsenstraße beherbergen die Regionaldirektion für den Innenstadtbereich.

Der neue Hauptsitz der Volksbank Stuttgart eG: Zahlen und Fakten
Adresse Daimlerstraße 129 -133
70372 Stuttgart
Baubeginn Anfang 2017
Bezug Anfang Oktober 2019
Bauherr Dibag Industriebauten AG, München
Architekt Schwarz Architekten, Stuttgart
Innenausbau Bloss und Keinath, Winterbach
Grundstücksfläche
Gesamt
ca. 5.824 m2
(3.370 m2 und 2.454 m2)
Bürofläche gesamt 19.000 m2
Arbeitsplätze
gesamt
700 (davon Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter der
Volksbank Stuttgart eG: ca. 420)

Nachhaltiges Bauen

Energetisch für Mensch und Umwelt

Nachhaltiges Bauen

Die Volksbank Stuttgart eG hat bei der Planung des neuen Hauptsitzes keine halben Sachen gemacht, sondern alles auf eine klimafreundliche und ressourcenschonende Bauweise gesetzt. In jeglicher Hinsicht.

Photovoltaikanlage, LED-Beleuchtung und Wärmerückgewinnung – beim Thema „Nachhaltiges Bauen“ wird es in der Regel technisch. Energieeffizienz lautet das Stichwort. Eine energetische Bauweise schont jedoch nicht nur die Umwelt, sie hat zugleich viele positive Effekte auf das Arbeitsklima: lichte, großzügige Räume, angenehme Temperaturen und möglichst viel Grün. Auch die Innenausstattung zählt dazu, in Form rückenschonender Büromöbel, gesundem Essen im Betriebsrestaurant sowie Sport- und Bewegungsmöglichkeiten. Hinzu kommen: barrierefreie Zugänge auf allen Ebenen, behindertengerechte Toiletten sowie ein kindgerechtes Büro mit zwei Arbeitsplätzen, falls die Betreuung einmal kurzfristig ausfallen sollte.

Nachhaltiges Bauen

Energieversorgung: Abwasser wiederverwenden

Der Neckarpark, und damit auch die Quartiere der Volksbank Stuttgart eG, werden über ein Fernwärmenetz mit Wärme versorgt. Diese wird dem Abwasser entzogen und mittels moderner Wärmepumpentechnologie nutzbar gemacht. Abwasserwärmenutzung nennt sich das klimafreundliche Prinzip. Je nach Jahreszeit lässt sich damit heizen oder kühlen. Lieferant der Fernwärme sind die „Energiedienste der Landeshauptstadt Stuttgart GmbH“, ein Unternehmen der Stadtwerke Stuttgart.

1 | Dach und Fassaden: Alles im grünen Bereich

Rund 30 Prozent der Außenflächen beider Gebäude sind begrünt. Dazu zählen die Fassaden ebenso wie der Innenhof mit Bachlauf und das Dach. Die Bewässerung der Grünflächen erfolgt über hauseigene Zisternen, die sich in der Tiefgarage befinden. Sie nehmen das Regenwasser vom Hausdach auf und speichern es. Und noch ein Detail, das von außen kaum wahrnehmbar ist: In den Fassaden befinden sich insgesamt 42 Nistkästen. Mit diesem vertikalen Biotop schafft die Volksbank Stuttgart eG neue Lebensräume für Insekten und Vögel.

2 | Photovoltaik: Es werde Strom

Photovoltaik boomt. Seit die Modulpreise gesunken sind, kann zu konkurrenzfähigen Preisen Sonnenenergie in elektrische Energie umgewandelt werden. Die Photovoltaikanlagen auf beiden Dächern umfassen insgesamt eine Fläche von über 500 Quadratmetern. Bei einer Gesamtleistung von rund 100 Kilowatt-Peak erzeugen sie jährlich eine Strommenge von circa 101.000 Kilowatt.

3 | Lichtkonzept: Ganz schön helle

Möglichst viel Tageslicht und künstliche Beleuchtung nur bei Bedarf. So lautet, kurzgefasst, das Lichtkonzept für den neuen Hauptsitz der Volksbank Stuttgart eG. Große Fensterfronten, viel Glas und transparente Flächen sorgen für eine helle, lichtdurchlässige Atmosphäre. Die gesamte Innenbeleuchtung wiederum besteht aus LED-Technik, die zusätzlich mit Bewegungsmeldern ausgestattet ist. Bedeutet: Das Licht wird nur eingeschaltet, wenn sich tatsächlich eine Person in dem jeweiligen Bereich befindet.

4 | Innenausstattung: Gesunde Arbeitsumgebung

Die Volksbank Stuttgart eG achtet seit jeher auf gute Arbeitsbedingungen. Auch im Volksbank Quartier stehen – neben der ergonomischen, barrierefreien und ansprechenden Einrichtung – Räume für den Betriebssport zur Verfügung. Im Betriebsrestaurant landen nur hochwertige Produkte auf dem Teller, die in der Regel direkt aus der Region stammen. Abfälle werden auf ein Minimum reduziert. Und statt Softgetränken in PET-Flaschen sind Wassersprudler als Durstlöscher im Einsatz.

5 und 6 | Materialien: Saubere Baustoffe

Sowohl Architekten als auch Innenausstatter haben – wo immer möglich – ökologische Baustoffe eingesetzt. Die Fassade besteht aus Natursteinen, die Dämmung aus Steinwolle, die Trennwände zwischen den Räumen aus recyceltem Filzstoff und die Möbel und Holzböden aus FSC-zertifiziertem Holz.

Nachhaltigkeits-Zertifizierung

Nachhaltigkeits-Zertifizierung

Gute Chancen auf Gold

Die Volksbank Stuttgart eG strebt mit dem Volksbank Quartier das DGNB-Zertifikat in Gold an.

Laut der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) ist eine zukunftsfähige Bauweise gleichermaßen ökologisch, ökonomisch und sozial. Das heißt: Die Ökobilanz ist nicht das einzige Bewertungskriterium für ein auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Bauen. Der Lebenszyklus des Gebäudes sowie die Nutzung durch den Menschen spielen eine gleichwertige Rolle. Die DGNB bezieht insgesamt sechs Themenfelder in ihr Zertifizierungssystem ein. Zusätzlich zur Ökologie, Ökonomie und der soziokulturellen und funktionalen Qualität bewertet sie die Technik, den Prozess bei Planung und Bau sowie den Standort.

Die Zertifizierung erfolgt in drei Phasen. Allerdings nur, wenn der betreffende Neubau alle Zulassungsvoraussetzungen einhält. Die neuen Verwaltungsgebäude der Volksbank Stuttgart eG erfüllen sämtliche Anforderungen und die erste Phase der Zertifizierung ist bereits abgeschlossen. Die Ersteinschätzung ergab: Beide Gebäude können voraussichtlich ohne weitere Optimierungen das Zertifizierungsergebnis „Gold“ erzielen. Es handle sich um ein hochwertiges und nachhaltiges Quartier, dessen Stärke vor allem auf einem guten Energiekonzept, einer guten städtebaulichen Einbindung sowie einer hohen Bauqualität basiere.

Bewertungskriterien für die DGNB-Zertifizierung

Ökologische
Qualität
Ökonomische
Qualität
Soziokulturelle
und funktionale
Qualität
Technische
Qualität
Prozessqualität Standortqualität
6 Einzelkriterien,
darunter

• Ressourcenverbrauch
• Abwasseraufkommen
• Risiken für die
lokale Umwelt
3 Einzelkriterien,
darunter

• Lebenszykluskosten
• Umnutzung
• Marktfähigkeit
9 Einzelkriterien,
darunter

• Thermischer, visueller
und akustischer
Komfort
• Luftqualität der
Innenräume
• Barrierefreiheit
6 Einzelkriterien,
darunter

• Schallschutz
• Anpassungsfähigkeit
der technischen
Systeme
• Mobilitätsinfrastruktur
8 Einzelkriterien,
darunter

• Projektvorbereitung
und Planung
• Bauprozess
• Inbetriebnahme

4 Einzelkriterien,
darunter

• Verkehrsanbindung
• Image und
Zustand

 

 

Inanspruchnahme natürlicher Ressourcen

E-Mobilität

Auch baulich lässt sich viel bewegen: bei der Planung der neuen Gebäude wurde ein zukunftsfähiges Mobilitätskonzept gleich mitgedacht.

Wer vorankommen will, steigt um auf Fahrrad oder öffentlichen Nahverkehr. Auto bedeutet im Stadtgebiet Stuttgart nicht selten Stillstand. Feinstaubalarm und steigendes Umweltbewusstsein tragen ebenso zur Wechselbereitschaft bei. Wie sehr sich die urbane Mobilität verändert, zeigt auch die Anzahl der Stellplätze für Autos und Fahrräder im neuen Firmensitz der Volksbank Stuttgart eG. Zwar ist die Straße vor dem Gebäude nach Gottlieb Daimler, dem Erfinder des ersten vierrädigen Kraftfahrzeugs mit Verbrennungsmotor benannt, doch in der Tiefgarage holen die Zweiräder auf. 149 Radabstellplätze neben 148 Stellplätzen für Autos, noch dazu 30 Ladestationen für E-Bikes, so die vorläufige Bilanz.

Neue Verkehrswege

Das E-Bike auf der Überholspur

Das hat mehrere Ursachen: Zum einen darf auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs nicht allzu tief gegraben werden. Zum anderen setzt die Volksbank Stuttgart eG auf mehr Flexibilität, was die Wahl der Transportmittel angeht. Aufgrund der zentralen Lage reist knapp die Hälfte der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hauptverwaltung mit öffentlichen Verkehrsmitteln an. Und die Anfahrt per E-Bike wird aktiv mit einem E-Bike-Leasingangebot unterstützt. Knapp 50 Mitarbeiter nehmen es standortübergreifend bereits in Anspruch.

Emissionsfreie Dienstfahren mit dem Auto
Ganz ohne Auto geht es allerdings auch nicht, schließlich erstreckt sich das Geschäftsgebiet bis nach Plüderhausen und umfasst auch kleinere, abgelegene Gemeinden. Für Dienstfahrten stellt die Volksbank Stuttgart eG acht Elektrofahrzeuge – E-Smarts und E-BMW – zur Verfügung. Insgesamt 10 bankeigene Schnelladestationen an 4 Standorten liefern Öko-Strom aus regenerativen Energien. Bei voll aufgeladener Batterie schaffen die Fahrzeuge eine Reichweite von 90 bis 130 (E-Smart), bzw. 200 bis 260 Kilometer (E-BMW).

E-Mobilität

Klimarelevante Emissionen

Energieverbrauch

Sparkurs in Sachen CO2-Emissionen

Die Volksbank Stuttgart eG trägt als Unternehmen dazu bei, die Klimaziele zu erreichen.

Zu Emissionen zählen Gase, Staub und flüssige Stoffe, ebenso Wärme, aber auch Lärm und Erschütterungen. Im Zusammenhang mit dem Klimawandel sind es vor allem die vom Menschen verursachten CO2-Emissionen, die den natürlichen Treibhauseffekt verstärken und zu einer globalen Erwärmung führen. Deutschland hat sich zum Ziel gesetzt, bis Mitte des Jahrhunderts möglichst treibhausneutral zu werden. Das ist nur möglich, wenn klimaschädliche Emissionen drastisch reduziert werden. Das heißt vor allem eines: Energie sparen. Die Volksbank Stuttgart eG setzt eine Reihe von Maßnahmen um, welche ihren Energieverbrauch verringern.

Bargeldtransporte

Cash Recycler

Um die Geldautomaten mit ausreichend Bargeld zu befüllen, werden große Summen bewegt. Zahlreiche Werttransporter verkehren zwischen den Cashcentern, Banken und Filialen – mehrmals täglich, hin und zurück. Mit Hilfe einer modernen Automaten- und Kassentechnologie lässt sich dieser Logistikaufwand minimieren. Sogenannte Cash-Recycler können das eingezahlte Bargeld sofort wieder auszahlen. Oder: Einheitliche Kassetten ermöglichen einen automatenübergreifenden Austausch. Ist eine Kassette im Cash Recycler voll, wird sie mit wenigen Handgriffen in den Geldausgabeautomaten eingesetzt.

LED-Beleuchtung

LED-Beleuchtung

Im Jahr 2015 hat sich die Volksbank Stuttgart eG einer Energieberatung unterzogen. Die Auswertung ergab: Fast die Hälfte des gesamten Energieverbrauchs wurde durch Elektrizität verursacht. Seitdem wird jeder Neu- und Umbau genutzt, um auf LED-Beleuchtung und Tageslicht umzustellen.

Drucker-Infrastruktur

Drucker-Infrastruktur

Laserdrucker gehören zu den Bürogeräten mit dem höchsten Stromverbrauch. Die Volksbank Stuttgart eG hat im Laufe von zwei Jahren die gesamte Druckerinfrastruktur durch moderne, energieeffiziente Geräte ausgetauscht. Erst in allen Filialen und anschließend – verbunden mit dem Umzug an einen zentralen Standort (siehe Neckarpark, Seite 37) – in den internen Verwaltungsbereichen.

Server-Virtualisierung

Server-Virtualisierung

Mittels Virtualisierung wird die IT-Infrastruktur vereinfacht. Nicht jede Anwendung erhält einen eigenen physischen Rechner, sondern sie laufen über sogenannte virtuelle Maschinen. Ein Hypervisor teilt ihnen die entsprechenden Ressourcen zu. Das hat den Vorteil, dass die Server besser ausgelastet sind und nicht so viele von ihnen benötigt werden.

IT-Entsorgung

IT-Entsorgung

Der IT-Betrieb ist energieintensiv und verursacht hohe CO2-Emissionen. Bei der Volksbank Stuttgart eG sind rund 900 PCs und 300 Notebooks im Einsatz, die alle vier bis fünf Jahre ausgetauscht werden. Die Geräte landen nicht im Elektroschrott, sondern werden in Kooperation mit der Firma AfB social & green IT wieder flottgemacht oder – je nach Zustand – recycelt und erneut dem Rohstoffmarkt zugeführt. Diese Form der Verarbeitung reduziert in erster Linie die Neuproduktion und den Rohstoffverbrauch und damit den Energiebedarf.

Bike und E-Bike Leasing

Bike und E-Bike Leasing

Das Bike und E-Bike-Leasingangebot der Volksbank Stuttgart eG unterstützt eine umweltfreundliche Fortbewegung. In Kooperation mit der Firma internetstores und JobRad können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bis zu zwei Fahrräder leasen.

In Zahlen: Im Geschäftsgebiet der Volksbank Stuttgart eG reduzieren
57 Cash Recycler

sowie

98 Geldausgabeautomaten
die Bargeldtransporte auf der Straße.

In Zahlen: Allein durch die Sanierung der Regionaldirektion Schorndorf werden jährlich über

25.000 kWh

Strom eingespart.

In Zahlen: Waren 2018 für alle Verwaltungsbereiche noch knapp  

60 Drucker

im Einsatz, so sind es seit der Zusammenlegung an einen zentralen Standort im Oktober 2019 nur noch

20 Geräte.

In Zahlen: Bei der Volksbank Stuttgart eG laufen auf zwei physischen Servern aktuell

30 virtuelle Server.

In Zahlen: Im Jahr 2019 sparte die nachhaltige IT-Entsorgung

71.757 kWh

an Energie ein. Das sind

20.323 kg


weniger CO2-Äquivalente.

In Zahlen: Mittlerweile nutzen

48 Beschäftigte

der Volksbank Stuttgart eG das Mobilitätsangebot. Vielen von ihnen kommen regelmäßig mit dem Fahrrad zur Arbeit, auch weite Strecken.  

Kundenportrait SGE Systems

„Das ideale Haus ist für mich autark.“

Nachhaltiges Gebäudemanagement zu betreiben, ist in Mode gekommen. Ein Luxus? Keineswegs. Markus Schlotz, Geschäftsführer des Fachbetriebs für Energiesysteme SGE Systems, Weiss: wer beim Hausbau viel in nachhaltige Lösungen investiert, kann viel Geld sparen. Und ist unabhängig von der Entwicklung der Energiepreise.

Markus Schlotz in seinem Element: der Geschäftsführer von SGE systems setzt aus Überzeugung auf nachhaltige Energiesysteme.
Markus Schlotz in seinem Element: der Geschäftsführer von SGE systems setzt aus Überzeugung auf nachhaltige Energiesysteme.

Vom Auszubildenden zum Geschäftsführer

Markus Schlotz ist ein geradliniger Typ. Der gelernte Mechatroniker ist noch jung, hat aber einiges an  Erfahrung vorzuweisen: von klein auf im Gebäudetechnik-Betrieb seines Vaters, dann die Ausbildung bei Bosch und die Meisterprüfung, die er mit 21 Jahren als jüngster Best-Meister absolvierte. Danach der Schritt in die Selbstständigkeit.Vom Auszubildenden zum Geschäftsführer Markus Schlotz ist ein geradliniger Typ. Der gelernte Mechatroniker ist noch jung, hat aber einiges an Erfahrung vorzuweisen: von klein auf im Gebäudetechnik-Betrieb seines Vaters, dann die Ausbildung bei Bosch und die Meisterprüfung, die er mit 21 Jahren als jüngster Best-Meister absolvierte. Danach der Schritt in die Selbstständigkeit.

„Das Vielseitige macht mir Spaß“, sagt Schlotz. Seine Firma SGE systems hat er für die Zukunft aufgestellt und bietet nur Konzepte mit erneuerbaren Energien an – sowohl für Neu- als auch für Altbauten. Kunden schätzen an seiner Arbeit besonders, dass er das komplette Energiesystem selbst liefern kann: Von der Energieberatung über die notwendigen Anträge bis zur Installation von Elektrik und Heizung – alles kommt aus einer Hand und wird schlüsselfertig übergeben.

Autarke Energiekonzepte auf dem Vormarsch

Oft ist der Wunsch der Kunden, mit ihrem Energiesystem weitestgehend unabhängig vom Energieversorger zu sein. Auch wenn das bedeutet, dass die Anlage teurer wird: Sie zahlen lieber ein paar Jahre einen Kredit ab, als Strom vom Energieversorger zu beziehen. „Wenn ein Kunde eine Finanzierung braucht, empfehle ich ihm meinen Bankberater Tobias Mann. Der kennt sich super aus mit KfW-Fördermitteln. Das ändert sich ja laufend.“

Seinen Bankberater lobt er in den höchsten Tönen: „Es ist ja nicht selbstverständlich, dass ein junger Selbstständiger Kredite bekommt. Tobias Mann hat sich für mich eingesetzt.“ Und noch heute ist die Beziehung eng. Einige Kunden kommen auf Empfehlung seines Bankberaters zu ihm, der von der Arbeit von SGE überzeugt ist.

Interview mit Markus Schlotz (SGE Systems)

Ein hoher Anspruch
Die einzelnen Aufgaben sind inzwischen so komplex geworden, dass nur durch laufende Fortbildung und Spezialisierung wirklich gute Qualität geliefert werden kann. Diese Qualität liegt dem Unternehmer besonders am Herzen: „Ich will die beste Arbeit abliefern, die es gibt“, so sein Anspruch. „Ich sage das auch den Jungs in der Montage: Ihr sollt nicht schnell machen. Ihr kriegt die Zeit. Macht es bitte so, als wäre es eure eigene Anlage.“ Mit diesem Prinzip hat Schlotz bisher kaum Werbung machen müssen. Er lebt hauptsächlich von Empfehlungen.

Nachhaltige Energiesysteme aus Überzeugung
Was Markus Schlotz antreibt? „Ich sehe die Zukunft ganz klar in den erneuerbaren Energien. Die Energieversorgung funktioniert damit. Wieso soll man das nicht umsetzen?“ Und er freut sich nicht nur aus geschäftlichen Gründen, dass die Bundesregierung nun beschlossen hat, die Ölheizung ab 2025 zu verbieten: „Das Öl wird irgendwann zur Neige gehen. Es ist viel zu schade, um es zu verbrennen.“ Ein positiver Nebeneffekt: auch die Öltanks im Haus spart man sich.

Die Möglichkeiten der Versorgung von Privathäusern durch erneuerbare Energien sind vielfältig: Über die Wärmepumpe lässt sich die Temperatur regeln – sowohl Heizung als auch Kühlung. Und: Nicht nur über den Fußboden – auch in die Wände und die Decke können Leitungen gelegt werden.

Für die Stromversorgung ist auch hierzulande eine Versorgung über Photovoltaikanlagen möglich, selbst wenn die Sonne einige Tage nicht scheint. Darüber hinaus kann die Versorgung durch den Einsatz von Speichern überbrückt werden. Eine nahezu autarke Versorgung ist also möglich. Schlotz setzt dabei immer auf ein ganzheitliches Konzept: Ob sich der Einbau einer Wärmepumpe in ein bestehendes Gebäude lohnt, überprüft er vorab persönlich bei einer Energieberatung vor Ort.

Wenn der junge Mann in die Zukunft schaut, ist er zuversichtlich: „Die Wärmepumpe und die Brennstoffzelle werden die Zukunft sein, da muss man dranbleiben.“ Und auch unternehmerisch geht er den nächsten Schritt: Aktuell läuft die Planung des neuen Betriebsgebäudes. Mit der neuesten Energietechnik: Luft- und Erd-Wärmepumpe zum Heizen und Kühlen, Betonkernaktivierung, Photovoltaik, Batteriespeicher, Lüftungsanlage und vielem mehr, was SGE systems zu bieten hat.

Leistungsträger: Wärmepumpe Die Wärmepumpe ist ein Hochleistungsgerät

Leistungsträger: Wärmepumpe

Die Wärmepumpe ist ein Hochleistungsgerät:
Sie entzieht der Luft oder dem Wasser Wärme – die auch bei Minustemperaturen vorhanden ist – und gibt sie wieder ab. Genau wie ein Kühlschrank. Nur, dass die Wärme – anders als im Falle des Kühlschranks – von außen nach innen transportiert wird. Die Energiequelle ist dabei die Außenluft oder das Erdreich. Seit Januar 2020 wird der Ersatz der Ölheizung gegen die Wärmepumpe mit 45 % gefördert.