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Karl Maier, Festwirt Göckelesmaier

Bankier des Monats

Interview mit Karl Maier, Festwirt des Göckelesmaier

Karl Maier spricht mit uns wenige Wochen vor dem Stuttgarter Frühlingsfest über die Wiesn-Ursprünge seines Familienunternehmens, über den Wandel der Rolle des Festwirts und darüber, was Präsenz im Zelt für die Volksfest-Gäste bedeutet.

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Interview

Herr Maier, Ihr Göckelesmaier ist das Festzelt mit der längsten Wasen-Tradition. Gibt es einen Gründungsgedanken, der Ihr Familienunternehmen bis heute prägt?

Unser Credo ist und war es immer, ehrliche, gute Gastro zu machen: Uns geht es nicht darum, dass der einzelne Gast an einem Abend eine große Rechnung produziert – uns ist wichtiger, dass er gerne wiederkommt.

Welche Geschichte(n) aus Ihrer langen Unternehmensgeschichte erzählen Sie sich noch heute in der Familie?

Dass mein Vater die Göckele nach Baden-Württemberg gebracht hat, die heute von keinem größeren Volksfest hier mehr wegzudenken sind: Nachdem er Bäcker gelernt hatte, hat er als junger Mann zwei Jahre auf dem Münchner Oktoberfest bei Deutschlands ältester Hühnerbraterei gearbeitet – der Firma Ammer, die heute noch auf der Wiesn ist. Beim zweiten Mal hat er sich statt Geld einen alten Holzkohlegrill geben lassen: der Startschuss für die erste Hühnerbraterei in Baden-Württemberg. Hier gab’s vorher keine Göckel, so hat er sich am Anfang sehr schwergetan, weil die Schwaben bekanntlich mit Neuem etwas zurückhaltend sind. Aber peu à peu kamen sie auf den Geschmack.

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Vom Göckelesbrater zum modernen Großzelt-Betreiber, der tausende Gäste bewirtet: Wie hat sich das Geschäft als Festwirt auf dem Wasen verändert?

Kolossal. Damals ging es ja im Wesentlichen darum, den Leuten ein bisschen Frohsinn in schwierigen Zeiten zu bieten, mit Speisen und Getränken, die es so nicht jeden Tag und überall gab. Ein Stück weit ist das so geblieben – aber die Ansprüche sind heute natürlich ganz andere.

Es ist alles wesentlich professioneller und mit viel, viel mehr Vorlauf verbunden: Es gibt keinen Monat im Jahr, in dem wir nicht in irgendeiner Form damit zu tun haben; auch weil wir ja noch viele weitere Feste haben.

Es sind ja keine Zelte mehr, sondern Häuser, die wir da aufbauen. Mit wahnsinnig viel Technik wie Licht, Ton, LED-Walls, Moving-Camera-Systemen etc. Oder wenn ich an den Aufwand denke, mit dem wir so etwas wie neue Bars und Logen planen und bauen: Das ist alles auf höchstmöglichem Niveau.

Was ist für Sie persönlich der emotionalste Moment eines Festes?

Wenn wir neue Dinge mit so viel Aufwand, oft über ein Jahr lang planen und umsetzen – und wenn es dann tatsächlich fertig ist, die Leute kommen und es endlich losgeht: Das ist trotz aller Routine und Erfahrung immer spannend und etwas Besonderes.

Wie als Bankier der Volksbank Stuttgart sind Sie auch als Festwirt Teil einer besonderen Gemeinschaft: Wie wichtig ist der Zusammenhalt hinter den Kulissen?

Es gibt natürlich viele Themen, bei denen wir alle im gleichen Boot sitzen. Und da tut es gut, wenn man sich abstimmt und gemeinsam auftritt, auch gegenüber allen möglichen Institutionen, bis hin zu gemeinsamen Vermarktungsbemühungen.

Und bei allem Wettbewerb ist es wichtig, dass wir alle hohe Qualität bieten; dass jeder dafür sorgt, dass das Produkt Cannstatter Wasen positiv besetzt bleibt.

Auch von vielen Ihrer Gäste hört man, dass sie sich als „Mitglieder“ der Göckelesmaier-Familie fühlen. Wie erreichen Sie das bei tausenden Gästen im Zelt?

Indem man präsent ist. Ich laufe den ganzen Tag durch den Betrieb. Jeder, der mich sehen will, sieht mich – auch wenn ich natürlich nicht jeden einzeln begrüßen kann. Aus unserem Büro erhalte ich jeden Tag einen Zettel, wer wann in welcher Loge ist. Ich schaue, dass ich mich überall blicken lasse und hier und da ein paar Worte wechsle.

Und zu unserem 80. Wasen-Jubiläum haben meine Frau und ich jeden Abend 80 Frisbees von der Bühne geworfen, die konnten die Leute fangen und gegen eine Maß Bier eintauschen – oder als Souvenir mit nach Hause nehmen. Das war nur fürs Jubiläum gedacht, kam aber so gut an, dass wir weitergemacht haben und dieses Jahr schon 92 Frisbees werfen.

Ich hoffe, dass die Leute merken, dass wir das tatsächlich alles so meinen.

Als unser „Bankier des Monats“ stehen Sie für Beständigkeit. Was bedeutet für Sie persönlich starke Partnerschaft?

Sehr viel. Unser Unternehmen gilt als ausgesprochen treu gegenüber Partnern. Wir verlangen einiges und haben unsere Vorstellungen, aber uns ist auch sehr gelegen an langfristigen Geschäftsbeziehungen. Unser ganzer Betrieb ist darauf ausgerichtet.

Wie schlagen Sie die Brücke zwischen der Bewahrung von Traditionen und den Erwartungen jüngerer Wasen-Besucher?

Das ist sehr spannend. Man kann sich bestimmten Trends nicht verschließen – sonst wären wir wahrscheinlich schon weg vom Fenster. Aber alles in einem moderaten Rahmen: Wir müssen schon darauf achten, dass das ursprüngliche Produkt nicht zu sehr verwässert.

Natürlich hat sich die Art der Musik deutlich verändert, und die Art, wie die Leute feiern. Die Zelte sehen anders aus: Wir legen zum Beispiel größten Wert auf Architektur, Gestaltung und solche Dinge. Auch die Speisen haben sich verändert, wenn ich sehe, was wir heute für eine Vielfalt anbieten: Vegan, vegetarisch, Trends wie Sharing-Platten – das alles muss sich natürlich wiederfinden, wenn es den Leuten gefällt. Und wir müssen es in einem Look präsentieren, der zu uns passt.

Natürlich muss man mit der Zeit gehen – aber insgesamt muss erkennbar bleiben, dass wir ein Volksfest haben.

Wenn Sie Ihren jungen Familienmitgliedern, die (vielleicht?) einmal in Ihre Fußstapfen treten, einen einzigen Rat geben müssten: Welcher wäre das?

Das leben wir unseren Kindern auch vor: fleißig sein, ehrlich sein, rechtschaffen sein. Das bringt immer noch viel in einer Stadt wie Stuttgart.

Wenn man sich ein gewisses Renommee erarbeitet hat, tut man sich auf Dauer leichter.

Was ist für Sie das schönste Kompliment, das Ihnen ein Gast nach einem Abend in Ihrem Zelt gemacht hat?

Während der Wasenzeit passiert es fast täglich, dass Leute, die mich im Zelt treffen, sich bei mir bedanken. Und da denke ich jedes Mal: Das ist ja eigentlich das Schönste, wenn so viel zurückkommt. Wenn sich die Leute freuen, dass es so eine Institution gibt und Menschen, die sie am Laufen halten.

Ich antworte dann immer: Ich habe zu danken, nicht Ihr.

Herr Maier, wir haben Ihnen zu danken für das Gespräch und wünschen Ihnen und Ihren Mitarbeitern ein fröhliches und gelungenes Frühlingsfest! Und natürlich auch Ihren Gästen, denen wir gemeinsam unseren Bankier-Deal zum Frühlingsfest anbieten.

Karl Maier

Karl Maier, Geschäftsführer - Göckelesmaier Festbetriebs GmbH

Karl Josef Maier, Jahrgang 1967, führt die Göckelesmaier Festbetriebs GmbH gemeinsam mit seiner Frau Daniela in zweiter Generation. 1998 übernahm der studierte Betriebswirt und Vater von drei Kindern den Betrieb von seiner Mutter, die diesen nach dem Tod des Firmengründers Karl Maier ein Vierteljahrhundert lang erfolgreich geleitet hatte. Unter dem Motto „Feiern mit Stil“ ist das Unternehmen nicht nur auf dem Wasen im Frühling und Herbst vertreten, sondern – teils als Generalunternehmer – auf vielen weiteren Volksfesten in Baden-Württemberg.

Impressionen vom Festzelt

  • Göckelesmaier von außen
  • Göckelesmaier von innen
  • Göckelesmaier von innen
  • Göckelesmaier von innen