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Eine Fahrschülerin absolviert eine Fahrstunde, die zu den anfallenden Kosten für den Führerschein gehört.

Was kostet ein Führerschein?

Der Führerschein steht für mehr Freiheit im Alltag. Wer mit der Planung für den Pkw-Führerschein beginnt, stellt sich jedoch schnell eine praktische Frage: Was kostet ein Führerschein eigentlich? Denn zwischen Fahrschule, Fahrstunden und Prüfungen kommen einige Ausgaben zusammen, die viele zunächst unterschätzen.

In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen, mit welchen Kosten Sie für den Führerschein heute ungefähr rechnen müssen und wie sich der Gesamtbetrag zusammensetzt. Sie bekommen einen kompakten Überblick über typische Ausgaben für Fahrstunden, Prüfungen und weitere Bestandteile der Fahrerlaubnis. Außerdem erfahren Sie, welche Kosten bei anderen Führerscheinklassen entstehen können und wie Sie Geld für den Führerschein zurücklegen, um die Ausgaben besser zu steuern.

Das Wichtigste zu den Kosten für einen Führerschein auf den Punkt

  • Die Kosten für einen Führerschein liegen in Deutschland im Jahr 2026 zwischen etwa 2.500 und 4.500 €. Die tatsächliche Höhe hängt von Region, Fahrschule und individuellem Lernfortschritt ab.

  • Die Gesamtkosten setzen sich aus mehreren Bausteinen zusammen. Dazu gehören unter anderem der Grundbetrag der Fahrschule, die Kosten für Übungsstunden, Sonderfahrten sowie Prüfungsgebühren für Theorie- und Fahrprüfung.

  • Je nach Klasse der Fahrerlaubnis können die Ausgaben deutlich variieren. Ein Mofa- oder Motorradführerschein ist in der Regel günstiger als der Pkw-Führerschein, während Lkw- oder Busführerscheine meist mit höheren Kosten verbunden sind.

  • Mit etwas Planung lassen sich die Ausgaben steuern. Wenn Sie Preise vergleichen, den Lernfortschritt ernst nehmen und frühzeitig Rücklagen bilden, können Sie die finanzielle Belastung besser abfedern.

Was kostet ein Führerschein heute? 

Die Kosten für einen Führerschein der Klasse B liegen laut ADAC in Deutschland derzeit meist zwischen etwa 2.500 und 4.500 €. Wie viel ein Führerschein genau kostet, hängt unter anderem von der Region, der gewählten Fahrschule und Ihrem individuellen Lernfortschritt ab. Hinzu kommt, dass sich der Gesamtpreis aus vielen einzelnen Posten der Fahrausbildung zusammensetzt, die unterschiedlich ins Gewicht fallen können.

Woraus setzen sich die Kosten für den Führerschein zusammen?

Die Kosten für einen Führerschein bestehen aus vielen verschiedenen Bausteinen, die sich im Verlauf der Ausbildung summieren. Neben dem Grundbetrag der Fahrschule fallen unter anderem Kosten für Fahrstunden, Sonderfahrten, Theorieprüfung und Fahrprüfung an. Ergänzend kommen Ausgaben für Lernmaterial, Sehtest, Erste-Hilfe-Kurs, Passfotos und den Führerscheinantrag hinzu. 

Kostenpunkte

Grundbetrag
  • Grundbetrag

    Der Grundbetrag ist die einmalige Anmeldegebühr der Fahrschule zu Beginn Ihrer Fahrausbildung. Darin enthalten sind in der Regel der Theorieunterricht sowie organisatorische Leistungen wie Anmeldung und Verwaltung. Für diesen Posten fallen häufig Kosten zwischen etwa 350 und 565 € an.

Übungsfahrten
  • Übungsfahrten

    Übungsfahrten sind die regulären Praxisstunden, in denen Sie gemeinsam mit dem Fahrlehrer das sichere Fahren trainieren. Wie viele dieser Fahrstunden nötig sind, hängt stark vom persönlichen Lernfortschritt ab und lässt sich vorab kaum genau planen. Pro Einheit von 45 Minuten kostet eine Fahrstunde häufig zwischen 55 und 77 €.

Sonderfahrten
  • Sonderfahrten

    Sonderfahrten sind gesetzlich vorgeschriebene Pflichtstunden innerhalb der Fahrausbildung. Für den Führerschein der Klasse B müssen in der Regel zwölf Sonderfahrten absolviert werden, darunter Überlandfahrten, Autobahnfahrten und Nachtfahrten. Diese Fahrstunden sind meist teurer als normale Übungsstunden. Was eine dieser Fahrstunden kostet, hängt dabei vor allem von der jeweiligen Fahrschule ab. Häufig liegen die Preise zwischen 60 und 95 € pro Einheit.

Theoretische Prüfung
  • Theoretische Prüfung

    Bei der Theorieprüfung für den Auto-Führerschein fallen Kosten aus zwei Bereichen an. Zum einen berechnet die Fahrschule ein Entgelt für die Vorstellung zur Prüfung, das häufig zwischen etwa 60 und 137 € liegt. Zum anderen kommen die eigentlichen Kosten der Theorieprüfung für die Durchführung durch TÜV oder DEKRA hinzu, die aktuell meist bei rund 25 € liegen.

Praktische Prüfung
  • Praktische Prüfung

    Wie bei der Theorieprüfung entstehen auch bei der praktischen Prüfung zwei Kostenblöcke. Zum einen berechnet die Fahrschule Kosten für die Anmeldung zur Fahrprüfung für den Führerschein, die häufig zwischen etwa 160 und 289 € liegen. Zum anderen fallen für die Durchführung weitere Kosten von derzeit rund 130 € an.

Lernmaterial
  • Lernmaterial

    Zum Lernmaterial für den Führerschein gehören meist Übungsbögen, Lehrbücher oder digitale Lern-Apps zur Vorbereitung auf die Theorieprüfung. Die Kosten dafür liegen meist zwischen etwa 88 und 119 €, je nachdem, welche Materialien Ihre Fahrschule bereitstellt oder empfiehlt.

Sehtest
  • Sehtest

    Für den Führerschein müssen Sie einen gültigen Sehtest vorlegen, der zum Zeitpunkt des Führerscheinantrags nicht älter als zwei Jahre sein darf. Der Test muss von einer amtlich anerkannten Sehteststelle durchgeführt werden. Beim Augenarzt kostet der Sehtest meist etwa 6 bis 7 €, während viele Optiker ihn kostenlos anbieten.

Erste-Hilfe-Kurs
  • Erste-Hilfe-Kurs

    Vor dem Führerschein gehört ein Erste-Hilfe-Kurs zu den Pflichtnachweisen. Solche Kurse werden zum Beispiel vom Roten Kreuz, den Johannitern oder privaten Anbietern durchgeführt. Die Teilnahme kostet meist rund 60 € und umfasst in der Regel neun Unterrichtseinheiten zu je 45 Minuten, die häufig an einem Tag stattfinden.

Passfotos
  • Passfotos

    Für den Führerscheinantrag benötigen Sie aktuelle biometrische Passfotos. In Deutschland kostet ein Satz mit meist vier bis sechs Bildern häufig etwa 10 €, wobei der Preis davon abhängt, ob die Fotos am Automaten, in der Drogerie oder bei einem Fotografen erstellt werden.

Führerscheinantrag
  • Führerscheinantrag

    Für den Führerscheinantrag erhebt die zuständige Straßenverkehrsbehörde eine Gebühr. Diese liegt für den Führerscheinantrag je nach Bundesland meist zwischen etwa 38 und 70 € und ist unabhängig von den Preisen der Fahrschule zu zahlen.

Überblick: So hoch sind die Kosten für den Auto-Führerschein

Die folgende Übersicht zeigt typische Preisbereiche für wichtige Bestandteile rund um Fahrschule, Prüfungen und Pflichtnachweise. Die tatsächlichen Beträge können im Einzelfall abweichen.

 

Kostenpunkt

Typische Preise

Grundbetrag Fahrschule

ca. 350 bis 565 €

Übungsfahrten (ca. 15 bis 25 Einheiten)

ca. 825 bis 1.925 €

Sonderfahrten (12 Pflichtfahrten)

ca. 720 bis 1.140 €

Theorieprüfung gesamt

ca. 85 bis 162 €

Praktische Prüfung gesamt

ca. 290 bis 419 €

Lernmaterial

ca. 88 bis 119 €

Sehtest, Erste-Hilfe-Kurs und Passfotos

ca. 70 bis 77 €

Führerscheinantrag

ca. 38 bis 70 €

Gesamtkosten Führerschein Klasse B

ca. 2.466 bis 4.477 €

Wie hoch sind die Kosten für andere Führerscheinklassen?

Die Kosten für andere Führerscheinklassen können sich deutlich von denen der Klasse B unterscheiden. Wie hoch die Ausgaben ausfallen, hängt vor allem davon ab, welche Fahrerlaubnis Sie erwerben möchten und wie umfangreich die jeweilige Fahrausbildung ist. Während bei kleineren Klassen oft weniger Fahrstunden erforderlich sind, können bei größeren Fahrzeugen mehr Unterricht und höhere Prüfungsgebühren anfallen.

Die folgende Übersicht zeigt typische Preisbereiche für verschiedene Führerscheinklassen:

  • Mofa Prüfbescheinigung: ca. 300 bis 400 €

  • Roller oder Kleinkraftrad Klasse AM: ca. 500 bis 1.200 €

  • Leichtkraftrad Klasse A1: ca. 2.600 bis 3.400 €

  • Motorrad Klasse A und A2: ca. 2.500 bis 3.000 €

  • Anhängerführerschein Klasse BE: ca. 800 bis 1.200 €

  • Lkw-Führerschein Klasse C oder CE: ca. 2.500 bis 5.500 €

  • Busführerschein Klasse D: ca. 4.000 bis 7.000 €

So können Sie Rücklagen für den Führerschein aufbauen 

Wenn Sie als Eltern die Kosten für den Führerschein Ihres Kindes frühzeitig einplanen, lässt sich der benötigte Betrag oft entspannter ansparen. Schrittweise Rücklagen können helfen, Ausgaben für Fahrschule, Fahrstunden und Prüfungen besser aufzufangen. Je nach Zeitrahmen und persönlicher Situation kommen unterschiedliche Möglichkeiten infrage, um Geld für den Führerschein zurückzulegen:

  • Ein Sparbuch, mit dem Sie regelmäßig kleinere Beträge ansparen können, um Schritt für Schritt Rücklagen für die Kosten Ihres Führerscheins aufzubauen.

  • Ein Tagesgeldkonto, bei dem Ihr Guthaben flexibel verfügbar bleibt, wenn erste Zahlungen für Fahrschule oder Fahrstunden anstehen.

  • Ein Festgeldkonto, auf dem Sie einen festen Betrag bis zum geplanten Start Ihrer Fahrausbildung zurücklegen können.

  • Ein ETF-Sparplan, mit dem Sie über einen längeren Zeitraum Vermögen aufbauen können, das später für die Führerschein-Kosten genutzt werden kann.

  • Ein Investmentfonds, bei dem Ihr Geld professionell verwaltet wird und der eher infrage kommt, wenn bis zum Führerschein noch mehr Zeit bleibt.

Sparbuch
  • Mit dem Sparbuch Schritt für Schritt Rücklagen bilden

    Ein Sparbuch gilt als klassische und leicht verständliche Möglichkeit, um kleinere Beträge regelmäßig zur Seite zu legen. Wenn Sie früh beginnen und kontinuierlich einzahlen, kann sich über die Zeit ein Polster für die Führerschein-Kosten aufbauen.

    Das angesparte Guthaben ist grundsätzlich kurzfristig verfügbar. Allerdings können bei vielen Sparbüchern ohne vorherige Kündigung meist nur bis zu etwa 2.000 € pro Monat abgehoben werden. Gleichzeitig sind die Zinsen seit Jahren eher niedrig, sodass sich ein Sparbuch vor allem für überschaubare Sparziele eignet und weniger für einen langfristigen Vermögensaufbau. Einlagen sind bis zu 100.000 € pro Person und Bank durch die gesetzliche Einlagensicherung abgesichert.

Tagesgeld
  • Tagesgeld nutzen und jederzeit flexibel bleiben

    Ein Tagesgeldkonto bietet sich an, wenn Sie beim Sparen für den Führerschein möglichst flexibel bleiben möchten. Sie können Geld einzahlen und bei Bedarf wieder abrufen, etwa wenn die ersten Kosten für die Fahrschule anfallen.

    Die Verzinsung ist variabel und meist höher als auf dem Sparbuch. Einlagen sind auch hier bis zu 100.000 € pro Person und Bank durch die gesetzliche Einlagensicherung abgesichert. Tagesgeld wird daher häufig für kurzfristige Rücklagen genutzt.

Festgeld
  • Festgeld für planbare Beträge mit fester Laufzeit

    Ein Festgeldkonto kann passend sein, wenn Sie bereits wissen, wann Sie Ihren Führerschein beginnen möchten und einen festen Betrag bis dahin zurücklegen wollen. Sie legen Ihr Geld für eine vereinbarte Laufzeit an und erhalten dafür einen festen Zinssatz.

    Während dieser Zeit ist das Guthaben in der Regel nicht verfügbar. Dafür haben Sie eine klare Planungsgrundlage. Auch beim Festgeld gilt die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € pro Person und Bank.

ETF-Sparplan
  • Per ETF-Sparplan langfristig Vermögen aufbauen

    Mit einem ETF-Sparplan können Sie regelmäßig Beträge investieren und so von möglichen Kursentwicklungen am Kapitalmarkt profitieren. Wenn bis zum Führerschein noch einige Jahre Zeit sind, kann dieser Weg in Betracht gezogen werden.

    Die Wertentwicklung hängt von den Kapitalmärkten ab und kann Schwankungen unterliegen. Gewinne sind möglich, Verluste aber ebenfalls. Eine bestimmte Entwicklung lässt sich nicht vorhersagen. ETF-Sparpläne werden daher meist für langfristige Ziele genutzt.

Fonds
  • Investmentfonds mit professioneller Verwaltung nutzen

    Mit Fonds können Sie Geld anlegen, während ein aktives Fondsmanagement die Auswahl der einzelnen Anlagen übernimmt. Diese Variante kommt eher dann infrage, wenn bis zum Führerschein noch mehrere Jahre Zeit ist und Sie nicht kurzfristig auf das Geld angewiesen sind.

    Da die Wertentwicklung von Fonds schwankt und nicht vorhersehbar ist, eignen sie sich in der Regel weniger für kurzfristige Sparziele wie einen bald geplanten Führerschein. Zudem fallen laufende Kosten für das Management an. Fonds werden daher häufiger für den langfristigen Vermögensaufbau genutzt als für Ausgaben, die in naher Zukunft fest eingeplant sind.

Eine Fahrlehrerin erklärt im Theorieunterricht wichtige Inhalte für den Führerschein.

Tipps: So lassen sich Kosten beim Führerschein senken

Die Kosten für einen Führerschein sind in den vergangenen Jahren spürbar gestiegen. Umso sinnvoller ist es, die eigene Fahrausbildung gut zu planen und typische Kostentreiber im Blick zu behalten. Mit etwas Vorbereitung und der richtigen Herangehensweise lassen sich unnötige Zusatzkosten beim Führerschein häufig vermeiden:

  • Fahrschulen sorgfältig vergleichen: Schauen Sie nicht nur auf die Anmeldegebühr, sondern vor allem auf die Preise für Fahrstunden und die Kosten für Sonderfahrten. Auch mögliche Zusatzgebühren sollten transparent aufgeführt sein.

  • Grundlagen vorab üben: Erste Fahrübungen auf einem Verkehrsübungsplatz können helfen, schneller Sicherheit zu gewinnen. Dadurch lässt sich die Zahl der benötigten Fahrstunden oft reduzieren.

  • Theorie von Anfang an konsequent lernen: Wenn Sie den Theorieunterricht regelmäßig besuchen und zusätzlich mit Lernmaterial oder App üben, steigen die Chancen, die Theorieprüfung beim ersten Versuch zu bestehen und zusätzliche Kosten zu vermeiden.

  • Fahrstunden sinnvoll bündeln: Planen Sie Übungsfahrten möglichst eng hintereinander. So bleibt das Gelernte besser im Kopf und Sie benötigen häufig weniger zusätzliche Stunden.

  • Praxisprüfung gut vorbereiten: Ein nicht bestandener Versuch verursacht erneut Kosten und zusätzliche Fahrstunden. Eine gründliche Vorbereitung kann helfen, diesen Mehraufwand zu vermeiden.

  • Fahrlehrer bei Bedarf wechseln: Wenn Sie das Gefühl haben, in den Fahrstunden nicht gut voranzukommen oder die Zusammenarbeit nicht passt, kann ein Wechsel sinnvoll sein. Eine passende Betreuung kann helfen, unnötige Zusatzstunden und damit höhere Kosten für den Führerschein zu vermeiden.

  • Zahlungsoptionen prüfen: Manche Fahrschulen bieten Ratenzahlungen oder Paketpreise an. Ein Vergleich kann sich lohnen, um die finanzielle Belastung besser zu verteilen.

Sie möchten Geld für den Führerschein zurücklegen, sind sich aber unsicher, welche Möglichkeit zu Ihrer Situation passt? Die Volksbank Stuttgart unterstützt Sie dabei, einen passenden Weg zu finden. Die Berater vor Ort nehmen sich Zeit für Ihre Fragen und begleiten Sie persönlich bei der Einordnung Ihrer finanziellen Möglichkeiten. 

Vereinbaren Sie gern einen Termin in einer Filiale in Ihrer Nähe.

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