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Ein junger Erwachsener beschäftigt sich mit der Frage, was ein Studium im Monat kostet.

 Wie viel kostet ein Studium?

Ein Studium ist für viele junge Menschen ein großer Schritt in Richtung Zukunft. Gleichzeitig bringt diese Lebensphase auch finanzielle Herausforderungen mit sich und wirft praktische Fragen auf: Wie viel kostet ein Studium eigentlich? Welche Ausgaben fallen während eines Semesters an und kostet Studieren Geld, auch wenn an vielen Universitäten und Hochschulen keine klassischen Studiengebühren anfallen? 

In diesem Ratgeber erhalten Sie einen Überblick darüber, was ein Studium kostet. Wir zeigen, welche laufenden Ausgaben Studenten im Monat haben können, welche Gebühren rund um das Studium entstehen und wie hoch die Kosten pro Semester ausfallen. Außerdem gehen wir darauf ein, welche Unterstützungen es gibt und welche Möglichkeiten grundsätzlich bestehen, Geld für das Studium zurückzulegen.

Das Wichtigste zu den Kosten für ein Studium auf den Punkt

  • Ein Studium bringt laufende Ausgaben mit sich. Was ein Studium im Monat kostet, hängt unter anderem von Miete, Lebenshaltungskosten, Lernmaterialien und dem Semesterbeitrag ab.

  • Die Kosten für ein Studium können sich im Verlauf der Zeit ändern. Je nach Studiengang, Hochschule bzw. Universität und persönlicher Situation unterscheiden sich Ausgaben pro Semester, etwa durch Gebühren, Fachliteratur oder Fahrtkosten.

  • Wie viel ein Studium kostet, hängt auch von der Studienform ab. Ob man regulär an einer Hochschule studiert, ein duales Studium absolviert oder ein Fernstudium wählt, hat Einfluss auf die anfallenden Gebühren. Auch die monatlichen Ausgaben können sich je nach Studienform deutlich unterscheiden.

  • Zur Finanzierung eines Studiums stehen verschiedene Formen der Unterstützungen zur Verfügung. Neben staatlichen Leistungen wie BAföG können auch familiäre Unterstützung oder eigenes Einkommen dazu beitragen, laufende Ausgaben während des Studiums abzufedern.

Was kostet ein Studium im Monat?

Was ein Studium im Monat kostet, lässt sich nicht pauschal beantworten. Die monatlichen Ausgaben hängen von verschiedenen Faktoren ab, etwa von den Wohnkosten, dem Studienort, dem individuellen Lebensstil und den Gebühren rund um das Studium. Einen groben Richtwert liefert die 22. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks: Zum Erhebungszeitpunkt im Jahr 2021 lagen die durchschnittlichen Ausgaben von Studenten bei rund 900 bis 1.100 € im Monat.

Diese Zahl dient jedoch nur zur Orientierung. Je nach Miete, Nebenkosten, Lernmaterialien oder Fahrtkosten können die Ausgaben deutlich darunter oder darüber liegen. Zudem ist zu berücksichtigen, dass die genannten Werte nicht mehr ganz aktuell sind und sich die Lebenshaltungskosten in den vergangenen Jahren unter anderem durch Inflation spürbar erhöht haben. Die folgenden Abschnitte zeigen, aus welchen Punkten sich die monatlichen Kosten für das Studium zusammensetzen und wo Unterschiede entstehen können.

Semesterbeitrag und Studiengebühren
  • Semesterbeitrag und Studiengebühren

    Ein Teil der monatlichen Kosten während des Studiums entfällt auf den Semesterbeitrag und mögliche Studiengebühren. Laut der 22. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks lagen die Ausgaben für den Semesterbeitrag 2021 bei rund 36 € im Monat. Der Semesterbeitrag wird in der Praxis jedoch nicht monatlich gezahlt, sondern in der Regel einmal pro Semester, also meist zweimal im Jahr, zu Beginn des jeweiligen Semesters.

    Für Studiengebühren wurden in der Sozialerhebung durchschnittlich 60 € im Monat angegeben. Ob und in welcher Höhe solche Gebühren anfallen, hängt von der Hochschule bzw. der Universität, dem Studiengang und der Studienform ab. Besonders bei privaten Hochschulen oder bestimmten weiterführenden Studiengängen können Studiengebühren eine Rolle spielen.

Miete und Nebenkosten
  • Miete und Nebenkosten

    Laut der 22. Sozialerhebung gaben Studierende im Jahr 2021 durchschnittlich 393 € pro Monat für Warmmiete inklusive Nebenkosten aus. Wie hoch die Kosten für das Wohnen tatsächlich ausfallen, kann jedoch stark schwanken. Eine wichtige Rolle spielt, ob man in einer Großstadt oder in einer kleineren Hochschulstadt lebt, noch bei den Eltern wohnt und pendelt oder eine eigene Wohnung nutzt.

    Auch die Wohnform beeinflusst die monatlichen Ausgaben deutlich. Wer allein wohnt, zahlt in der Regel mehr als Studierende in einer WG oder im Studentenwohnheim. Entsprechend haben Miete und Nebenkosten einen Einfluss darauf, was ein Studium im Monat kostet und wie hoch die gesamten Ausgaben im Studienalltag ausfallen.

Lernmaterialien
  • Lernmaterialien

    Für Lernmaterialien geben Studierende laut Sozialerhebung im Jahr 2021 durchschnittlich rund 20 € im Monat aus. Die Höhe dieser Ausgaben hängt stark vom Studiengang ab, da in manchen Fächern regelmäßig Bücher oder spezielle Materialien benötigt werden, während andere Studiengänge überwiegend mit digitalen Unterlagen arbeiten.

Mobilität
  • Mobilität

    Die Ausgaben für Mobilität lagen laut Sozialerhebung im Jahr 2021 durchschnittlich bei rund 60 € im Monat und damit niedriger als in früheren Erhebungen. Ein Grund dafür war, dass viele Menschen während der Corona-Pandemie weniger unterwegs waren. Wie hoch die Fahrtkosten im Studienalltag ausfallen, ist jedoch stark von der individuellen Situation abhängig. Viele Studenten nutzen ausschließlich das Semesterticket, das in der Regel im Semesterbeitrag enthalten ist, und haben darüber hinaus kaum zusätzliche Ausgaben. Andere wohnen weiter vom Studienort entfernt und tragen zusätzliche Kosten für Auto und Kraftstoff oder längere Fahrten, was sich auf die monatlichen Kosten während des Studiums auswirkt.

Gesundheit
  • Gesundheit

    Für Gesundheit gaben Studenten laut Sozialerhebung im Jahr 2021 durchschnittlich rund 108 € im Monat aus. Der Betrag setzt sich vor allem aus Kosten für die Krankenversicherung sowie Ausgaben für Medikamente oder ärztliche Behandlungen zusammen. Wie hoch die Gesundheitskosten im Studium ausfallen, hängt unter anderem davon ab, ob Studierende noch in der Familienversicherung mitversichert sind oder eine eigene Krankenversicherung benötigen. Auch das Alter spielt eine Rolle. Ab dem 30. Lebensjahr endet in der Regel die studentische Krankenversicherung, wodurch sich die Beiträge erhöhen können.

Weitere Ausgaben
  • Weitere Ausgaben

    Neben Miete, Gebühren und Mobilität fallen im Studienalltag weitere regelmäßige Ausgaben an. Laut Sozialerhebung gaben Studierende im Jahr 2021 durchschnittlich rund 200 € im Monat für Ernährung aus. Dazu zählen Einkäufe im Supermarkt ebenso wie Mahlzeiten in der Mensa. Für Freizeitaktivitäten wie Sport, Kultur oder Treffen mit Freunden lagen die Ausgaben bei etwa 50 € im Monat.

    Für Telefon und Internet fielen im Durchschnitt rund 27 € pro Monat an, wobei viele Studierende spezielle Studententarife oder günstige Kombiangebote nutzen. Zusätzlich wurden in der Sozialerhebung weitere Ausgaben von etwa 150 € im Monat erfasst, die sich nicht eindeutig einzelnen Bereichen zuordnen lassen. Dazu gehören zum Beispiel kleinere Anschaffungen, Versicherungen oder unregelmäßige Kosten.

Ausgaben für Kinder
  • Ausgaben für Kinder

    Studierende mit Kind müssen mit zusätzlichen monatlichen Ausgaben rechnen. Laut Sozialerhebung lagen die Kosten für Kinderbetreuung im Jahr 2021 bei durchschnittlich rund 150 € im Monat, hinzu kamen etwa 100 € für weitere kinderbezogene Ausgaben, etwa für Kleidung, Verpflegung oder Ausstattung. Ein Studium mit Kind stellt damit eine besondere finanzielle Herausforderung dar und wirkt sich spürbar auf die monatlichen Ausgaben während des Studiums aus.

Überblick: Was kostet ein Studium?

Die Kosten für ein Studium setzen sich aus vielen einzelnen Ausgaben zusammen, die je nach persönlicher Situation unterschiedlich stark ins Gewicht fallen. Besonders Wohnkosten, Krankenversicherung und laufende Lebenshaltungskosten bestimmen, wie viel ein Studium im Monat kostet. Die folgenden Durchschnittswerte aus der Sozialerhebung geben eine Orientierung für die Kosten eines Studiums in Deutschland, ersetzen jedoch keine individuelle Rechnung. Je nach Studienort, Studienform und Lebenssituation können die tatsächlichen Ausgaben deutlich abweichen.

Insgesamt zeigen die Zahlen, dass Studierende 2021 im Durchschnitt mit rund 1.100 € pro Monat für Studium und Lebensunterhalt rechnen mussten. Bei Studierenden mit Kind erhöhen sich die monatlichen Ausgaben entsprechend, sodass die tatsächlichen Kosten während des Studiums deutlich darüber liegen können. Da die Lebenshaltungskosten seitdem unter anderem durch Inflation gestiegen sind, ist davon auszugehen, dass die tatsächlichen Ausgaben von Studenten heute über diesen Werten liegen.

Kostenpunkt

Durchschnittliche Kosten pro Monat

Semesterbeitrag

ca. 36 €

Studiengebühren

ca. 60 €

Miete und Nebenkosten

ca. 393 €

Lernmaterialien

ca. 20 €

Mobilität

ca. 60 €

Gesundheit

ca. 108 €

Ernährung

ca. 200 €

Freizeit

ca. 50 €

Telefon und Internet

ca. 27 €

Sonstige Ausgaben

ca. 150 €

Gesamtkosten pro Monat

ca. 1.100 €

Welche Unterstützungen gibt es, um das Studium zu finanzieren?

Die Kosten für ein Studium lassen sich auf unterschiedliche Weise abfedern. In Deutschland stehen Studierenden verschiedene Formen der finanziellen Unterstützung zur Verfügung, die je nach persönlicher Situation, Einkommen und Studienverlauf infrage kommen. Die wichtigsten Möglichkeiten zur Finanzierung eines Studiums im Überblick:

  • BAföG: Die staatliche Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz richtet sich unter anderem nach dem Einkommen der Eltern. Ein Teil wird als Zuschuss gewährt, der nicht zurückgezahlt werden muss. Der andere Teil wird als zinsfreies Darlehen ausgezahlt und ist nach dem Studium bis zu einer gesetzlich festgelegten Höchstgrenze zurückzuzahlen. Unter bestimmten Voraussetzungen sind dabei Nachlässe möglich, etwa bei vorzeitiger Gesamtrückzahlung.

  • Stipendien: Stipendien werden von staatlichen Stellen, Stiftungen oder privaten Organisationen vergeben. Diese Form der Unterstützung muss in der Regel nicht zurückgezahlt werden und ist häufig an bestimmte Voraussetzungen wie Studienleistungen oder gesellschaftliches Engagement geknüpft.

  • Studienkredite und Bildungskredite: Für Studenten bestehen verschiedene Kreditangebote, die auf die Finanzierung des Studiums ausgerichtet sind. Während Studienkredite meist über einen längeren Zeitraum laufen, wird der staatliche Bildungskredit häufig in der Endphase des Studiums genutzt. Beide Varianten müssen nach Abschluss des Studiums zurückgezahlt werden.

  • Nebenjobs: Viele Studierende verdienen zusätzliches Geld durch Nebenjobs. Tätigkeiten als Werkstudent oder studentische Hilfskraft ermöglichen es, Einkommen zu erzielen und gleichzeitig praktische Erfahrungen zu sammeln.

  • Kindergeld und Unterhalt: Eltern erhalten für Studenten in der Regel bis zum 25. Lebensjahr Kindergeld. Darüber hinaus sind sie während der Erstausbildung grundsätzlich unterhaltspflichtig und müssen den Lebensunterhalt ihrer Kinder sicherstellen.

  • Vergünstigungen für Studierende: Ergänzend entlasten zahlreiche Rabatte den Studienalltag. Dazu zählen ermäßigte Preise für öffentliche Verkehrsmittel, Kulturangebote, Sport oder spezielle Studententarife für Telefon und Internet, die helfen können, laufende Ausgaben zu reduzieren.

Möglichkeiten, um Geld für das Studium zurückzulegen

Wer sich frühzeitig mit den Kosten eines Studiums beschäftigt, denkt oft auch darüber nach, wie sich Geld für diese Zeit zurücklegen lässt. Rücklagen können dabei helfen, spätere Ausgaben besser abzufedern, etwa für laufende Lebenshaltungskosten oder Gebühren rund um das Studium. Je nach Zeitraum und persönlicher Situation kommen unterschiedliche Formen der Rücklage infrage:

  • Sparbücher, die als klassische und leicht verständliche Möglichkeit gelten, um Geld für das Studium zurückzulegen und den Überblick zu behalten.

  • Tagesgeldkonten, bei denen das angesparte Geld flexibel verfügbar bleibt und bei Bedarf kurzfristig für Ausgaben im Studium genutzt werden kann.

  • Festgeldkonten, bei denen das Geld für eine feste Laufzeit zurückgelegt wird und eine planbare Verzinsung im Vordergrund steht.

  • ETF-Sparpläne, bei denen regelmäßig Beträge angelegt werden, um über einen längeren Zeitraum schrittweise Rücklagen für das Studium aufzubauen.

Fonds, bei denen das Geld langfristig investiert wird und die professionell verwaltet sind.

Sparbuch
  • Sparbuch: Klassische Rücklage mit klarer Struktur

    Häufig sparen Großeltern für Ihre Enkel auf einem Sparbuch über viele Jahre hinweg kleinere Beträge an und übergeben das Sparbuch zum 18. Geburtstag. Dieses Guthaben können Sie dann dazu nutzen, um erste Kosten im Studium zu decken oder finanzielle Spielräume zu schaffen.

    Das Guthaben ist in der Regel kurzfristig verfügbar. Gleichzeitig sind die Zinsen seit Jahren niedrig, sodass der reale Wert des angesparten Geldes durch Inflation sinkt. Ein Sparbuch eignet sich daher vor allem für überschaubare Beträge und nicht für den langfristigen Vermögensaufbau.

Tagesgeld
  • Tagesgeld: Kurzfristige Rücklage mit täglicher Verfügbarkeit

    Ein Tagesgeldkonto kann verwendet werden, wenn Rücklagen für ein Studium flexibel bleiben sollen. Diese Form eignet sich vor allem, um Geld bereitzuhalten, das bei Bedarf kurzfristig für laufende Ausgaben oder unregelmäßige Kosten während des Studiums genutzt wird.

    Einzahlungen und Auszahlungen sind jederzeit möglich, ohne feste Laufzeiten oder Kündigungsfristen. Die Verzinsung ist variabel und hängt vom aktuellen Zinsniveau ab. Zudem sind Einlagen bei Banken bis zu 100.000 € pro Person und Bank durch die gesetzliche Einlagensicherung abgesichert. Ein Tagesgeldkonto eignet sich daher vor allem für kurzfristige Rücklagen und weniger für eine langfristige Planung.

Festgeld
  •  Festgeld: Planbare Rücklage mit fester Laufzeit

    Ein Festgeldkonto kommt infrage, wenn Sie einen bestimmten Betrag gezielt für einen klar definierten Zeitraum zurücklegen möchten. Diese Form eignet sich besonders dann, wenn feststeht, wann das Geld benötigt wird, etwa zu Beginn oder während eines Studiums.

    Der Zinssatz bleibt über die vereinbarte Laufzeit konstant, was eine gute Planbarkeit ermöglicht. Während dieser Zeit ist das Geld jedoch nicht verfügbar. Auch beim Festgeld sind Einlagen bei Banken bis zu 100.000 € pro Person und Bank durch die gesetzliche Einlagensicherung abgesichert.

ETF-Sparpläne
  • ETF-Sparpläne: Langfristige Rücklage mit breiter Streuung

    ETF-Sparpläne werden häufig genutzt, um über viele Jahre hinweg Vermögen für spätere Lebensphasen aufzubauen. In vielen Fällen besparen Eltern oder Angehörige einen ETF-Sparplan über längere Zeit und übergeben das angesparte Guthaben zum Start ins Erwachsenenleben. Dabei können beispielsweise regelmäßig kleinere Beträge zurückgelegt werden, etwa indem Eltern Teile des Kindergeldes anlegen. Dieses angesparte Vermögen kann später dabei helfen, typische Ausgaben während des Studiums zu finanzieren oder den finanziellen Einstieg zu erleichtern.

    Das angelegte Geld wird breit gestreut, die Wertentwicklung hängt jedoch von den Kapitalmärkten ab und unterliegt Schwankungen. Eine genaue Entwicklung lässt sich nicht vorhersagen, kurzfristige Verluste sind möglich. ETF-Sparpläne eignen sich daher vor allem für den langfristigen Vermögensaufbau, bei dem mögliche Verluste über mehrere Jahre oder Jahrzehnte hinweg ausgeglichen werden können.

Fonds
  • Fonds: Langfristige Geldanlage mit professionellem Management

    Fonds können genutzt werden, wenn Sie Geld langfristig anlegen möchten und sich eine professionelle Verwaltung wünschen. Bei aktiv gemanagten Fonds trifft ein Fondsmanagement laufend Anlageentscheidungen, um das Vermögen entsprechend der gewählten Strategie zu steuern.

    Die Wertentwicklung ist nicht vorhersehbar und unterliegt Schwankungen. Zudem fallen bei Fonds in der Regel laufende Kosten für die Verwaltung an, die berücksichtigt werden sollten. Diese Form der Geldanlage eignet sich vor allem für langfristige Planungen, bei denen kurzfristige Entwicklungen eine untergeordnete Rolle spielen.

Vier Studenten freuen sich, da sie sich keine Sorgen um die Kosten ihres Studiums machen müssen.

Tipps: So lässt sich das Studium finanzieren

Die Kosten für ein Studium lassen sich nicht vollständig vermeiden, aber häufig besser steuern. Wenn Sie sich früh mit den eigenen Ausgaben beschäftigen, können Sie gezielt an Stellschrauben ansetzen und vorhandene Möglichkeiten nutzen. Die folgenden Tipps zeigen, wie Sie die Kosten während des Studiums besser stemmen können:

  • Staatliche Leistungen nutzen: Förderungen wie BAföG können einen großen Beitrag zur Finanzierung des Studiums leisten. Ob und in welcher Höhe Unterstützung gewährt wird, hängt unter anderem von der persönlichen Situation und dem Einkommen der Eltern ab.

  • Einkommen neben dem Studium: Viele Studenten bauen sich parallel zum Studium eine eigene Einnahmequelle auf. Typische Optionen sind Werkstudententätigkeiten oder Jobs als studentische Hilfskraft, bei denen sich Praxiserfahrung und regelmäßiges Einkommen miteinander verbinden lassen. 

  • Wohnen und Ernährung bewusst planen: Miete und Lebensmittel zählen zu den größten Kostenfaktoren im Studium. Günstigere Wohnformen wie WGs oder Studentenwohnheime sowie preiswerte Angebote in der Mensa können dabei helfen, die monatlichen Ausgaben zu senken.

  • Vergünstigungen für Studenten nutzen: In vielen Bereichen gibt es spezielle Studentenrabatte, etwa bei Kleidung, Freizeitaktivitäten oder im öffentlichen Nahverkehr. 

Rücklagen gezielt einsetzen: Wenn Eltern frühzeitig Geld für das Studium ihres Kindes zurücklegen, können diese Rücklagen später gezielt für größere Ausgaben oder laufende Kosten genutzt werden. Auch kleinere Beträge können dazu beitragen, finanzielle Engpässe während des Studiums abzufedern.

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FAQ

Studiengebühren: Was ist das?
  • Wenn sie sich mit den Kosten eines Studiums beschäftigen, stoßen Sie schnell auf den Begriff Studiengebühren. Gemeint sind Zahlungen, die Studierende für ihr Studium leisten müssen und die sich vom Semesterbeitrag unterscheiden. Während an staatlichen Hochschulen für ein Erststudium in der Regel keine klassischen Studiengebühren anfallen, können sie in bestimmten Fällen dennoch eine Rolle spielen:

    • Langzeitstudium: An einigen staatlichen Hochschulen können Langzeitstudiengebühren erhoben werden, wenn die Regelstudienzeit deutlich überschritten wird. Die Langzeitstudiengebühren sollen zu einem zügigen Studienabschluss anregen.

    • Zweitstudium: Wer nach einem abgeschlossenen Studium ein weiteres grundständiges Studium aufnimmt, muss an staatlichen Hochschulen teilweise mit zusätzlichen Gebühren rechnen.

    • Internationale Studierende: In manchen Bundesländern fallen für Studierende aus Nicht-EU-Ländern Studiengebühren an, auch wenn es sich um ein Erststudium handelt.

    • Private Hochschulen: An privaten Hochschulen sind Studiengebühren eine zentrale Einnahmequelle. Hier fallen die Gebühren in der Regel unabhängig davon an, ob es sich um ein Erst- oder Zweitstudium handelt.

Was kostet es, ein Semester zu studieren?
  • An einer staatlichen Hochschule liegen die Kosten pro Semester meist bei rund 216 € für den Semesterbeitrag, der unter anderem Sozialbeiträge und häufig das Semesterticket umfasst. Orientiert man sich zusätzlich an den durchschnittlichen monatlichen Ausgaben aus der Sozialerhebung von rund 900 bis 1.100 €, ergeben sich für ein Semester mit etwa sechs Monaten Gesamtkosten von ungefähr 5.400 bis 6.600 €. Wie viel ein Semester tatsächlich kostet, hängt jedoch stark von individuellen Faktoren ab, etwa von den Wohnkosten, der Studienform und dem persönlichen Lebensstil, sodass es große Unterschiede zwischen Studierenden gibt.

Wie hoch sind die Kosten für ein berufsbegleitendes Studium?
  • Ein Studium neben dem Beruf unterscheidet sich bei den Kosten deutlich von einem klassischen Vollzeitstudium. Wie hoch die Ausgaben ausfallen, hängt vor allem davon ab, ob an einer staatlichen oder privaten Hochschule studiert wird und wie das Studienmodell aufgebaut ist. Entsprechend variieren die Kosten für ein berufsbegleitendes Studium teils erheblich:

    • Studiengebühren: An staatlichen Hochschulen fallen für ein berufsbegleitendes Studium meist geringe Gebühren an, während private Anbieter deutlich höhere Kosten verlangen. Insgesamt bewegen sich die Gebühren für ein berufsbegleitendes Studium häufig zwischen 8.000 und 15.000 €, in einzelnen Fällen auch darüber.

    • Monatliche Belastung: Die Gebühren werden meist in monatlichen Raten gezahlt. Je nach Hochschule kann es jedoch auch üblich sein, die Kosten gesammelt pro Semester zu entrichten.

    • Zusätzliche Ausgaben: Neben den Studiengebühren können weitere Kosten entstehen, etwa für Lernmaterialien, Prüfungen oder Reisekosten zu Präsenzveranstaltungen.

    Steuerliche Aspekte: In vielen Fällen lassen sich Aufwendungen für ein berufsbegleitendes Studium steuerlich geltend machen, was die tatsächliche finanzielle Belastung beeinflussen kann.

Was kostet ein duales Studium?
  • Bei einem dualen Studium stellt sich die Kostenfrage oft anders als bei einem klassischen Studium. Die Verbindung aus Studium und praktischer Tätigkeit führt dazu, dass Studiengebühren häufig ganz oder teilweise vom Praxispartner übernommen werden. Ob und in welcher Höhe dennoch Kosten anfallen, hängt vom Hochschultyp und den vertraglichen Regelungen ab:

    • Studiengebühren: An staatlichen Hochschulen sind die Gebühren für ein duales Studium meist gering, während private Hochschulen höhere Kosten verlangen können. 

    • Semesterbeiträge: Unabhängig vom Hochschultyp fallen in der Regel Semesterbeiträge an. Diese liegen in der Regel bei rund 216 € pro Semester und decken unter anderem Verwaltungsleistungen und ein Semesterticket ab.

    • Vergütung durch den Praxispartner: Studierende in dualen Studiengängen erhalten meist eine monatliche Vergütung. Diese kann je nach Branche, Unternehmen und Studienmodell variieren und trägt dazu bei, die laufenden Ausgaben während des Studiums zu finanzieren.

    Wie hoch die tatsächlichen Kosten eines dualen Studiums ausfallen, sollte immer im Studienvertrag festgehalten sein, da sich die Regelungen je nach Arbeitgeber deutlich unterscheiden können.

Wie hoch sind die Kosten für ein Fernstudium?
  • Die Kosten für ein Studium von zu Hause können je nach Anbieter, Abschluss und Studiendauer stark variieren. Während staatliche Hochschulen vergleichsweise niedrige Gebühren verlangen, können die Kosten für das Studium bei privaten Anbietern deutlich höher ausfallen. Entsprechend lohnt sich ein genauer Blick auf die jeweilige Studienform:

    • Zertifikatskurse: Kürzere Weiterbildungen oder Zertifikatsprogramme im Fernstudium liegen häufig bei Kosten von insgesamt etwa 500 bis 2.000 €, abhängig vom Umfang und Anbieter.

    • Bachelorstudium: Ein Bachelor im Fernstudium kostet an staatlichen Hochschulen meist ab etwa 1.500 € Gesamtgebühren, während private Anbieter häufig Gebühren von 8.000 bis 15.000 € verlangen.

    • Masterstudium: Für ein Master-Fernstudium liegen die Kosten an staatlichen Hochschulen oft im Bereich von insgesamt rund 1.000 bis 4.000 €, private Hochschulen bewegen sich teilweise zwischen 10.000 und 18.000 €.

    MBA-Programme: Spezialisierte Fernstudiengänge wie MBA-Programme (Master of Business Administration), also betriebswirtschaftliche Weiterbildungsstudiengänge, zählen zu den teuersten Varianten und können Gesamtkosten von 12.000 € bis über 20.000 € verursachen.

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