Definition: Was ist das Baukindergeld und gibt es das noch?
Das Baukindergeld war ein staatlicher Zuschuss für Familien beim Kauf oder Bau der ersten eigenen Immobilie. Es war ein echter Zuschuss, kein Kredit, und musste somit nicht zurückgezahlt werden. Vergeben hat es die KfW, die Kreditanstalt für Wiederaufbau. Die KfW-Bank wickelte das Baukindergeld über ihr Zuschussportal ab.
Wie das Baukindergeld funktionierte, war einfach: Familien mit mindestens einem Kind unter 18 Jahren bekamen 1.200 € pro Kind und Jahr. Diese Höhe zahlte die KfW über zehn Jahre. Pro Kind kamen so 12.000 € zusammen, bei zwei Kindern 24.000 €.
An das Baukindergeld waren mehrere Voraussetzungen geknüpft. Diese Kriterien mussten Familien erfüllen:
Maximales Einkommen: Das zu versteuernde Haushaltseinkommen durfte bei einem Kind 90.000 € nicht übersteigen, je weiterem Kind kamen 15.000 € hinzu.
Kinder: Mindestens ein Kind musste am Tag der Antragstellung jünger als 18 Jahre sein und im Haushalt leben.
Ersterwerb: Die Familie durfte kein weiteres Wohneigentum besitzen und musste die Immobilie selbst nutzen.
Hauskauf und Neubau: Das Programm förderte beide gleichermaßen, für Neubau und Kauf galten dieselben Voraussetzungen.
Das Baukindergeld gibt es heute nicht mehr. Die KfW nimmt seit dem 1. Januar 2024 keine neuen Anträge mehr an, das Programm ist ausgelaufen. Gültig war es nur in einem festen Förderzeitraum: Kaufvertrag oder Baugenehmigung mussten zwischen dem 1. Januar 2018 und dem 31. März 2021 datieren. Ein neues Baukindergeld ist nicht geplant, heute stehen aber andere Förderungen bereit.