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Junge Eltern beschäftigen sich mit der Frage, was ein Kind bis zum 18. Lebensjahr kostet.

Was kostet ein Kind bis zum 18. Lebensjahr?

Ein Kind verändert vieles im Leben. Neben Freude und neuen Routinen tauchen auch finanzielle Fragen auf. Was kostet ein Kind im Monat? Welche Ausgaben fallen in den ersten Lebensjahren an? Und was kostet ein Kind bis zum 18. Lebensjahr insgesamt? Viele Eltern möchten früh wissen, mit welchen Kosten sie rechnen sollten und wie sich diese über die Jahre entwickeln.

In diesem Ratgeber geben wir eine Einordnung, was ein Kind durchschnittlich kostet – von der Geburt bis zur Volljährigkeit und darüber hinaus. Sie erfahren, wie hoch die Kosten für ein Kind pro Monat in den einzelnen Lebensphasen ausfallen können, welche zusätzlichen Ausgaben im Laufe der Jahre hinzukommen und welche finanziellen Unterstützungen Familien entlasten können. Ergänzend zeigen wir, welche Möglichkeiten es gibt, Geld für Kinder zurückzulegen und Ausgaben langfristig einzuordnen.

Das Wichtigste zu den Kosten für ein Kind auf den Punkt

  • Ein Kind verursacht von Anfang an laufende Ausgaben. Schon im ersten Lebensjahr fallen Kosten für Erstausstattung, Windeln, Kleidung und Betreuung an.

  • Mit zunehmendem Alter verändern sich die Ausgaben. Während in den frühen Jahren vor allem Betreuung und Kleidung ins Gewicht fallen, steigen später die Kosten für Schule, Freizeit und persönliche Bedürfnisse.

  • Insgesamt zeigt sich, dass die Kosten für ein Kind bis zum 18. Lebensjahr erheblich sind. Wie viel ein Kind durchschnittlich bis zur Volljährigkeit kostet, hängt dabei stark von Lebenssituation, Einkommen und individuellen Entscheidungen der Eltern ab.

  • Staatliche Leistungen wie Kindergeld oder Elterngeld können Familien entlasten. Ergänzend gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, um Ausgaben einzuordnen und Geld für Kinder über viele Jahre hinweg zurückzulegen.

Welche Kosten fallen für die Erstausstattung eines Kindes an?

Rund um die Geburt kommen auf Eltern zunächst einige einmalige Anschaffungen zu. Dazu gehören unter anderem Kinderwagen, Babyschale, Möbel für das Kinderzimmer sowie erste Kleidung und praktische Alltagshelfer für den Start mit dem Baby. Die Kosten liegen je nach Ausstattung und Kaufverhalten häufig zwischen 1.500 und 4.200 €. Zu den wichtigsten Kostenfaktoren der Erstausstattung zählen vor allem folgende Ausgaben:

  • Kinderwagen und Babyschale: Für den sicheren Transport gehören Kinderwagen und Babyschale zu den typischen Anschaffungen vor oder kurz nach der Geburt. Die Kosten unterscheiden sich deutlich je nach Modell, Ausstattung und Marke.

  • Möbel für das Kinderzimmer: Viele Eltern richten früh einen Schlafplatz und Stauraum für das Baby ein. Dazu zählen beispielsweise Babybett, Wickelkommode oder Kleiderschrank, deren Preis stark von Qualität und Umfang abhängt.

  • Erste Kleidung: In den ersten Monaten wird eine Grundausstattung an Bodys, Stramplern, Schlafsäcken und Decken benötigt. Da Babys schnell wachsen, wird Kleidung häufig in mehreren Größen angeschafft.

Praktische Alltagshelfer: Je nach Bedarf kommen weitere Anschaffungen hinzu, etwa Babyfon, Wickelzubehör, Tragehilfe oder Badewanne. Welche Produkte tatsächlich benötigt werden, unterscheidet sich von Familie zu Familie.

0 bis 6 Jahre: Wie viel kostet ein Kleinkind im Monat?

Ein Kind im Alter von 0 bis 6 Jahren kostet in Deutschland durchschnittlich rund 679 € pro Monat. Diese Summe umfasst die laufenden Konsumausgaben für Ernährung, Pflege, Kleidung, Wohnen, Betreuung und Freizeit. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts aus dem Jahr 2018 ergeben sich für die ersten 6 Lebensjahre Gesamtkosten von knapp unter 50.000 €, wobei die tatsächlichen Ausgaben je nach Familie und Wohnort variieren können.

  • Laufende Ausgaben im Alltag: Es entstehen regelmäßig Kosten für Lebensmittel, Pflege, Kleidung und den Wohnbedarf. Diese Ausgaben machen einen großen Teil der monatlichen Kosten für ein Kind aus und fallen unabhängig vom genauen Alter an.

  • Freizeit und Förderung: Mit zunehmendem Alter geben viele Eltern mehr Geld für Spielzeug, Bücher sowie Spiel- und Lerngruppen aus. Auch erste Vereinsangebote oder Freizeitaktivitäten können die Kosten für ein Kind pro Monat erhöhen.

  • Ernährung: Mit zunehmendem Alter verändert sich der Bedarf. In der frühen Lebensphase fallen Ausgaben für Stillzubehör oder Babynahrung an, sofern nicht ausschließlich gestillt wird. Mit der Zeit essen viele Kinder zusätzlich im Familienalltag mit, sodass neben diesen Kosten auch regelmäßige Ausgaben für Lebensmittel, Obst, Gemüse und Zwischenmahlzeiten entstehen.

Betreuungskosten: Zusätzlich zur Grundversorgung können Kosten für die Betreuung anfallen. Ein Krippenplatz kostet je nach Wohnort durchschnittlich 400 € im Monat, ein Kita-Platz rund 250 €. In einigen Bundesländern sind diese Kosten reduziert oder entfallen ganz, was Familien spürbar entlasten.

6 bis 12 Jahre: Wie viel kostet ein Schulkind im Monat?

Mit dem Schuleintritt verändern sich die Ausgaben spürbar und steigen im Vergleich zu den ersten Lebensjahren an. Ein Schulkind im Alter von 6 bis 12 Jahren kostet Eltern in Deutschland durchschnittlich rund 786 € pro Monat und etwa 9.400 € pro Jahr, wie Daten des Statistischen Bundesamts zeigen. Je nach Lebenssituation, Wohnort und Freizeitgestaltung kann die monatliche Belastung auch höher ausfallen. Zu den wichtigsten Kostenfaktoren in dieser Lebensphase zählen vor allem folgende Bereiche:

  • Alltag, Betreuung und Verpflegung: Neben den laufenden Kosten für Wohnen und Ernährung fallen häufig Ausgaben für Hort, Ganztagsbetreuung oder das Mittagessen in der Schule an. Diese Posten machen bei vielen Familien einen großen Teil der Kosten für ein Kind pro Monat aus.

  • Schulbedarf und schulische Aktivitäten: Mit dem Schulstart entstehen regelmäßig Ausgaben für Hefte, Stifte, Schulranzen, Sportkleidung und Lernmaterialien. Hinzu kommen Kosten für Ausflüge oder Klassenfahrten, die über das Jahr verteilt anfallen können.

  • Freizeit und Hobbys: In diesem Alter nehmen Vereinsaktivitäten, Musikunterricht oder andere Freizeitangebote zu. Urlaube mit Kindern sind an Schulferien gebunden, wodurch sich die Ausgaben erhöhen können, da Preise für Flüge, Unterkünfte und Pauschalreisen in den Ferienzeiten oft steigen.

Kleidung, Mobilität und Technik: Mit zunehmendem Alter steigen die Ansprüche an Kleidung, häufig spielt auch Markenbewusstsein eine Rolle. Zusätzlich werden Fahrräder, Smartphones oder andere technische Geräte interessant und können die Kosten für ein Kind weiter erhöhen.

12 bis 18 Jahre: Wie viel kostet ein Jugendlicher im Monat?

Ein Jugendlicher im Alter von 12 bis 18 Jahren kostet Eltern in Deutschland durchschnittlich rund 953 € pro Monat und etwa 11.000 € im Jahr, wie Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen. Damit ist diese Altersgruppe die teuerste Phase, was vor allem an steigenden Ausgaben für Konsum, Mobilität und Freizeit liegt. Zu den Kostenfaktoren in dieser Lebensphase zählen insbesondere:

  • Alltag und Verpflegung: Jugendliche essen häufiger außer Haus, etwa in der Schule oder mit Freunden. Gleichzeitig steigt der allgemeine Lebensmittelbedarf, was die monatlichen Ausgaben für Ernährung erhöht.

  • Kleidung und persönlicher Konsum: Mit der Pubertät wachsen die Ansprüche an Kleidung und Schuhe. Markenbewusstsein und individuelle Vorlieben führen dazu, dass dieser Kostenpunkt deutlich an Bedeutung gewinnt.

  • Mobilität und Freizeit: Fahrkarten für Bus und Bahn, Freizeitaktivitäten wie Kino, Konzerte oder Treffen mit Freunden gehören zunehmend zum Alltag. Diese Ausgaben fallen regelmäßig an und summieren sich im Monat.

  • Taschengeld und Eigenverantwortung: Mit zunehmendem Alter steigt auch das Taschengeld. Übliche Richtwerte liegen bei etwa 20 bis 30 € pro Monat für 12 bis 13-Jährige, 25 bis 45 € für 14 bis 15-Jährige und 40 bis 60 € für 16 bis 17-Jährige.

  • Technik und Kommunikation: Smartphones, Streaming und mobile Daten gehören für viele Jugendliche selbstverständlich dazu. Die laufenden Kosten für Verträge oder digitale Angebote sind ein weiterer fester Bestandteil der monatlichen Ausgaben.

Überblick: Wie viel kostet ein Kind durchschnittlich bis zum 18. Lebensjahr?

Über alle Lebensphasen hinweg ergibt sich für Eltern ein klarer Durchschnittswert. Ein Kind kostet in Deutschland bis zur Volljährigkeit im Schnitt rund 763 € pro Monat, wie Auswertungen des Statistischen Bundesamts zeigen. Regional gibt es dabei Unterschiede: Im früheren Bundesgebiet ohne Berlin-West liegen die durchschnittlichen Kosten bei etwa 773 € im Monat, in den neuen Ländern und in Berlin bei rund 726 € im Monat.

Rechnet man die monatlichen und jährlichen Ausgaben über alle Lebensjahre bis zum 18. Geburtstag zusammen, ergeben sich Gesamtkosten von rund 160.000 €. Vor dem Hintergrund steigender Lebenshaltungskosten und Inflation wird heute jedoch häufig von einem höheren Gesamtbetrag ausgegangen.

Die folgende Tabelle zeigt, wie sich die Kosten für ein Kind bis zum 18. Lebensjahr im Durchschnitt auf die einzelnen Lebensabschnitte verteilen (Stand: 2018):

Lebensabschnitt

Durchschnittliche Kosten pro Monat

Durchschnittliche Kosten pro Jahr

0 bis 6 Jahre

679 €

8.100 €

6 bis 12 Jahre

786 €

9.400 €

12 bis 18 Jahre

953 €

11.000 €

Durchschnitt bis 18 Jahre

763 €

9.150 €

Zu beachten ist, dass die einmaligen Ausgaben für die Erstausstattung zusätzlich anfallen und hier nicht enthalten sind.

Welche zusätzlichen Kosten entstehen bei Kindern im Laufe der Jahre?

Die durchschnittlichen Kosten für ein Kind basieren auf den laufenden Konsumausgaben für Wohnen, Ernährung, Kleidung, Freizeit und Mobilität. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts sind jedoch nicht alle Ausgaben vollständig in diesen Berechnungen enthalten. Im Familienalltag entstehen über die Jahre hinweg weitere Kosten, die das Budget zusätzlich belasten können. Zu den häufigsten zusätzlichen Kosten zählen unter anderem:

  • Betreuung und Bildung: Ausgaben für Krippe, Kita, Hort oder Ganztagsbetreuung können je nach Wohnort und Betreuungsangebot deutlich ins Gewicht fallen. Auch Nachhilfe oder zusätzliche Lernangebote erhöhen die Kosten für ein Kind.

  • Urlaube und Reisen: Gemeinsame Urlaube werden mit zunehmendem Alter teurer, da Reisekosten, Unterkunft und Verpflegung für Kinder voll anfallen. Besonders in den Schulferien können diese Ausgaben stark steigen, da die Nachfrage nach Reisen in diesem Zeitraum deutlich höher ist.

  • Geburtstage und besondere Anlässe: Geburtstagsfeiern, Geschenke oder besondere Ereignisse wie Einschulungen verursachen regelmäßig zusätzliche Ausgaben, die im Jahresverlauf nicht zu unterschätzen sind.

  • Schulische Aktivitäten und Klassenfahrten: Klassenfahrten, Ausflüge oder Projektwochen gehören für viele Kinder zum Schulalltag. Diese Kosten fallen meist unregelmäßig an, summieren sich über die Jahre jedoch spürbar.

Außergewöhnliche Ausgaben: Dazu zählen etwa größere Anschaffungen sowie medizinische Zusatzkosten, die nicht vollständig von der Krankenkasse übernommen werden, zum Beispiel für Brillen, Zahnspangen oder zusätzliche Therapien. Solche Ausgaben sind schwer planbar, sollten bei der langfristigen Betrachtung der Kosten für Kinder aber mitgedacht werden.

Was kostet ein Kind bis zum 25. Lebensjahr?

Mit der Volljährigkeit enden die Kosten für Kinder nicht automatisch. Auch nach dem 18. Lebensjahr unterstützen viele Eltern ihre Kinder finanziell weiter, etwa während einer Ausbildung oder eines Studiums. Welche Ausgaben dabei entstehen, hängt stark von der individuellen Lebenssituation ab:

  • Wohnen und Lebensunterhalt: Bleibt das Kind im elterlichen Haushalt oder zieht in eine eigene Wohnung, fallen weiterhin Kosten für Miete, Nebenkosten und Ernährung an. Besonders in Ausbildungs- oder Studienphasen tragen Eltern häufig einen Teil dieser Ausgaben.

  • Ausbildung und Studium: Studiengebühren, Semesterbeiträge, Lernmaterialien oder Fahrtkosten können das Budget zusätzlich belasten. Auch während einer betrieblichen Ausbildung reicht das eigene Einkommen oft nicht aus, um alle Kosten selbst zu decken.

  • Mobilität: Kosten für öffentliche Verkehrsmittel, ein eigenes Fahrzeug oder den Führerschein gehören in dieser Lebensphase häufig zu den größeren Ausgaben. Die Kosten für den Führerschein stellen für viele Familien eine hohe finanzielle Belastung dar.

  • Versicherungen und Verträge: Mit dem Eintritt ins Erwachsenenalter kommen neue laufende Kosten hinzu, etwa für Krankenversicherung, Haftpflicht oder eigene Mobilfunkverträge. Diese Ausgaben fallen regelmäßig an und erhöhen die monatlichen Kosten.

  • Freizeit und persönliche Ausgaben: Reisen, Hobbys oder soziale Aktivitäten bleiben auch im jungen Erwachsenenalter ein wichtiger Teil des Alltags. Je nach Lebensstil können diese Ausgaben deutlich variieren.

Welche finanziellen Unterstützungen gibt es, um die Kosten für Kinder zu stemmen?

Die Kosten für Kinder werden in vielen Familien durch staatliche Leistungen und andere finanzielle Unterstützungen abgefedert. Diese Hilfen sollen Eltern entlasten und dazu beitragen, den laufenden Lebensunterhalt sowie besondere Lebensphasen besser zu finanzieren. Welche Unterstützung infrage kommt, hängt unter anderem vom Alter des Kindes, vom Einkommen der Eltern und von der familiären Situation ab:

  • Kindergeld: Das Kindergeld ist die bekannteste finanzielle Unterstützung für Familien. Es wird unabhängig vom Einkommen gezahlt und unterstützt Eltern dabei, die laufenden Kosten für ein Kind im Monat zu decken.

  • Elterngeld: Nach der Geburt können Eltern Elterngeld beantragen, wenn sie ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen oder reduzieren, um ihr Kind zu betreuen. Die Leistung dient als finanzielle Unterstützung in dieser Phase und orientiert sich am vorherigen Einkommen, ist jedoch gedeckelt und ersetzt dieses nicht vollständig.

  • Kinderzuschlag: Familien mit geringem oder mittlerem Einkommen können unter bestimmten Voraussetzungen zusätzlich zum Kindergeld einen Kinderzuschlag erhalten. Dieser soll helfen, die grundlegenden Ausgaben für Kinder zu stemmen.

  • Wohngeld: Wohngeld kann Familien mit geringem Einkommen bei den Wohnkosten unterstützen. Gerade während der Elternzeit oder bei reduziertem Einkommen kann dieser Zuschuss helfen, die monatliche Miete besser zu tragen.

  • Leistungen für Betreuung und Bildung: Je nach Bundesland gibt es Zuschüsse oder reduzierte Beiträge für Kita, Hort oder Ganztagsbetreuung. Auch Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket können Familien bei Ausgaben für Schule, Ausflüge oder Vereinsaktivitäten unterstützen.

Unterstützung in Ausbildung und Studium: Für ältere Kinder und junge Erwachsene können Leistungen wie BAföG, Berufsausbildungsbeihilfe oder Wohngeld infrage kommen. Diese Unterstützungen helfen, Kosten für Ausbildung, Studium und Lebensunterhalt zu tragen.

Möglichkeiten zum Sparen für Kinder

Neben den laufenden Kosten für Kinder überlegen viele Eltern, wie sie Geld für ihren Nachwuchs sparen können. Dabei geht es nicht nur um langfristige Ziele, sondern auch darum, Rücklagen für regelmäßige Ausgaben oder größere Anschaffungen zu bilden. Dafür stehen unterschiedliche Sparmöglichkeiten zur Verfügung, die sich in ihrer Flexibilität und Ausrichtung unterscheiden. Zu den gängigen Möglichkeiten zählen:

  • Sparbücher, die als klassische und leicht verständliche Form des Sparens gelten und häufig schon früh eröffnet werden.

  • Tagesgeldkonten, bei denen das angesparte Geld flexibel verfügbar bleibt und sich auch für laufende Kosten oder kurzfristige Ausgaben nutzen lässt.

  • Festgeldkonten, bei denen Geld für eine feste Laufzeit zu einem festen Zinssatz angelegt wird und eine klare Planung im Vordergrund steht.

  • Bausparverträge, die langfristig ausgerichtet sind und häufig mit späteren Lebensphasen verbunden werden.

Wertpapier-Sparpläne, bei denen regelmäßig kleinere Beträge eingezahlt werden, um Rücklagen über einen längeren Zeitraum aufzubauen.

Möglichkeiten im Überblick

Sparbuch
  •  Sparbuch für Kinder als klassische Option

    Ein Sparbuch wird häufig genutzt, um Geldgeschenke zur Geburt, zu Geburtstagen oder zu anderen Anlässen für ein Kind anzulegen. Es eignet sich vor allem für kleinere Beträge und regelmäßige Einzahlungen, wenn Sie das Geld klar dem Kind zuordnen und über einen längeren Zeitraum zurücklegen möchten.

    Das Guthaben unterliegt keinen Kursschwankungen und ist in der Regel jederzeit verfügbar. Die Kontoführung ist meist unkompliziert, allerdings sind die Zinsen seit Jahren niedrig. Durch Inflation kann der reale Wert des angesparten Geldes über die Zeit sinken, weshalb sich ein Sparbuch eher für überschaubare Beträge als für langfristigen Vermögensaufbau eignet.

Tagesgeldkonto
  • Tagesgeldkonto für Kinder mit flexibler Verfügbarkeit

    Ein Tagesgeldkonto kann genutzt werden, wenn Sie Rücklagen flexibel halten möchten. Viele Eltern nutzen es, um Geld für laufende Kosten, größere Anschaffungen oder unregelmäßige Ausgaben wie Klassenfahrten bereitzuhalten. Auch als Ergänzung zu anderen Sparformen wird es häufig eingesetzt.

    Ein klarer Vorteil im Tagesgeld für Kinder ist die hohe Flexibilität: Sie können in der Regel jederzeit Geld ein- oder auszahlen, ohne feste Laufzeiten oder Kündigungsfristen. Zudem sind Einlagen bei Banken bis zu 100.000 € pro Person und Bank durch die gesetzliche Einlagensicherung abgesichert. Die Verzinsung hängt jedoch vom aktuellen Zinsniveau ab und kann sich ändern. Ein Tagesgeldkonto eignet sich vor allem dann, wenn flexibel gespart und bei Bedarf auf das Geld zugegriffen werden soll.

Festgeldkonto
  • Festgeldkonto für Kinder mit fester Laufzeit

    Ein Festgeldkonto für Kinder können Sie nutzen, wenn Sie einen bestimmten Betrag für einen klar definierten Zeitraum zurücklegen möchten. Diese Form eignet sich vor allem dann, wenn Sie das Geld in den kommenden Jahren nicht benötigen und bewusst für einen späteren Zeitpunkt reservieren, etwa für den Führerschein oder größere Ausgaben nach der Volljährigkeit.

    Ein Vorteil im Festgeld liegt in der Planbarkeit, da der Zinssatz für die vereinbarte Laufzeit festgelegt wird und sich nicht verändert. Während dieser Zeit ist das Geld jedoch nicht verfügbar, eine vorzeitige Auszahlung ist in der Regel nicht vorgesehen oder nur mit Einschränkungen möglich. Auch beim Festgeld sind Einlagen bei Banken bis zu 100.000 € pro Person und Bank durch die gesetzliche Einlagensicherung abgesichert.

     

Bausparvertrag
  • Bausparvertrag für Kinder als langfristige Möglichkeit

    Ein Bausparvertrag für Kinder ist auf einen längeren Zeitraum ausgelegt und wird häufig genutzt, um frühzeitig für größere Vorhaben in späteren Lebensphasen vorzusorgen. Eltern entscheiden sich dafür, wenn sie langfristig planen und das Geld über viele Jahre hinweg binden möchten.

    Typisch für das Bausparen sind regelmäßige Sparraten und fest vereinbarte Konditionen über einen langen Zeitraum. Das angesparte Geld ist dabei langfristig gebunden, was eine gewisse Planung erfordert. Ob sich diese Form des Sparens für Ihr Kind eignet, hängt davon ab, ob das Darlehen später tatsächlich genutzt wird und welche Ziele im Vordergrund stehen.

ETF-Sparpläne
  • ETF-Sparpläne für Kinder als regelmäßige Form des Investierens

    ETF-Sparpläne werden häufig genutzt, wenn über einen längeren Zeitraum regelmäßig Geld für ein Kind zurückgelegt werden soll, etwa bis zur Volljährigkeit. Durch feste monatliche Beträge wird in einen börsengehandelten Fonds investiert, der in der Regel einen die Wertentwicklung eines ganzen Index abbildet. Auf diese Weise verteilt sich das eingesetzte Geld auf viele Unternehmen und Märkte, während das Sparen Schritt für Schritt erfolgt.

    Die Entwicklung eines ETF-Sparplans hängt von den Kapitalmärkten ab und unterliegt Wertschwankungen. Eine feste Rendite lässt sich nicht vorhersagen, kurzfristige Verluste sind möglich, insbesondere bei ungünstigen Marktphasen. Gleichzeitig sind ETF-Sparpläne oft mit vergleichsweise niedrigen laufenden Kosten verbunden und ermöglichen den Einstieg mit kleinen Beträgen. Diese Form des Sparens setzt voraus, dass Sie als Eltern bereit sind, Schwankungen in Kauf zu nehmen und das Geld langfristig angelegt zu lassen.

Fonds
  • Fonds für Kinder als breit gestreute Geldanlage

    Fonds werden genutzt, wenn langfristig Geld angelegt werden soll und eine breitere Streuung gewünscht ist. Im Unterschied zu ETFs werden Fonds aktiv verwaltet, das heißt, ein Fondsmanagement trifft laufend Anlageentscheidungen. Diese Form des Investierens kann für Eltern interessant sein, die beim Zurücklegen von Geld eine stärkere Begleitung durch Fachleute bevorzugen.

    Mit der aktiven Verwaltung sind in der Regel höhere Kosten verbunden und auch hier lässt sich die Wertentwicklung nicht vorhersagen. Wertschwankungen gehören dazu und eine feste Rendite gibt es nicht. Wenn Sie Fonds für Kinder in Betracht ziehen, sollten Sie sich daher mit den jeweiligen Bedingungen und Kosten auseinandersetzen und diese Anlageform als Teil einer langfristigen Planung verstehen.

Kleiner Junge spielt im Kinderzimmer mit einem Stofftier-Dinosaurier

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Tipps: So lassen sich die Kosten für Kinder über die Jahre stemmen

Die Kosten für Kinder begleiten Familien über viele Jahre und verändern sich mit jeder Lebensphase. Um den Überblick zu behalten und finanzielle Belastungen besser einzuordnen, kann es helfen, frühzeitig zu planen und vorhandene Möglichkeiten bewusst zu nutzen. Folgende Ansätze haben sich im Familienalltag bewährt:

  • Kosten realistisch einschätzen: Wer weiß, wie viel es kostet, ein Kind großzuziehen und wie sich die Ausgaben über die Jahre entwickeln, kann besser planen. Durchschnittswerte helfen bei der Orientierung, ersetzen aber nicht den Blick auf die eigene Lebenssituation.

  • Unterstützungen konsequent nutzen: Leistungen wie Kindergeld, Elterngeld oder Förderungen für Bildung und Betreuung können Familien spürbar entlasten.

  • Ausgaben vorausschauend planen: Größere Kostenpunkte wie Klassenfahrten, Urlaube oder der Führerschein lassen sich oft frühzeitig absehen. Wer solche Ausgaben rechtzeitig einplant, vermeidet finanzielle Engpässe.

  • Mit dem Kind über Geld sprechen: Mit zunehmendem Alter spielt auch der Umgang mit Geld eine Rolle. Taschengeld und erste eigene Ausgaben bieten eine Gelegenheit, Kinder schrittweise an finanzielle Verantwortung heranzuführen.

  • Rücklagen bilden: Rücklagen helfen dabei, laufende Kosten abzufedern und auf unvorhergesehene Ausgaben vorbereitet zu sein. Je nach Bedarf können dafür unterschiedliche Spar- und Anlageformen genutzt werden.

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