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Eine junge Frau beschäftigt sich mit ihrer Altersvorsorge.

Altersvorsorge für Frauen: Möglichkeiten und Tipps

Teilzeitarbeit, Erwerbspausen und ein geringeres Einkommen hinterlassen überwiegend Spuren in der gesetzlichen Rente von Frauen. Sie erhalten durchschnittlich deutlich geringere Alterseinkünfte als Männer. Die Altersvorsorge für Frauen ist daher ein besonders wichtiges Thema. Wer frühzeitig vorsorgt, kann die drohende Rentenlücke gezielt verringern.

In diesem Ratgeber erfahren Sie, warum Frauen besonders früh vorsorgen sollten und welche Ursachen die Rentenlücke hat. Sie lesen, welche Vorsorgemöglichkeiten sich für Frauen ab 30, ab 40 und ab 50 Jahren eignen können. Außerdem zeigen wir, wie die Volksbank Stuttgart Ihnen hilft, die richtige Vorsorgestrategie zu finden.

Das Wichtigste zur Altersvorsorge für Frauen auf den Punkt

  • Im Alter erhalten Frauen in Deutschland im Durchschnitt deutlich weniger Rente als Männer. Dies wird als Gender Pension Gap bezeichnet und lag 2025 bei 36 % mit sowie 24,20 % ohne Hinterbliebenenrente.

  • Ursachen dafür sind unter anderem Teilzeitarbeit, Erwerbspausen durch Kindererziehung sowie geringere Einkommen. Dadurch sammeln Frauen oft weniger Entgeltpunkte in der gesetzlichen Rentenversicherung.

  • Die geringeren Einzahlungen in die Rentenkasse wirken sich über viele Jahre auf die spätere Absicherung im Alter aus und erhöhen das Risiko von Altersarmut.

  • Je früher Sie mit der Altersvorsorge beginnen, desto mehr Zeit hat Ihr Geld, sich durch den Zinseszinseffekt zu vermehren. Selbst kleine monatliche Beträge können langfristig einen großen Unterschied machen.

Warum Altersvorsorge für Frauen besonders wichtig ist

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Frauen bekommen in Deutschland weniger Rente als Männer. Gründe dafür liegen häufig in Teilzeitarbeit, Erwerbspausen und geringeren Einkommen während des Berufslebens.

 

Der Gender Pension Gap in Deutschland

Der Begriff „Gender Pension Gap“ beschreibt die Rentenlücke zwischen Frauen und Männern im Alter. Laut Statistischem Bundesamt lag dieser Unterschied 2025 bei 24,2 % mit Hinterbliebenenrenten und bei rund 36 % ohne Hinterbliebenenrenten. Frauen erhalten damit im Durchschnitt deutlich geringere Alterseinkünfte als Männer.

Konkret erhielten Frauen ab 65 Jahren durchschnittlich rund 1.820 € brutto Alterseinkünfte pro Monat, Männer dagegen etwa 2.400 €. Ohne Hinterbliebenenrenten fällt die Rentenlücke noch größer aus, da Frauen häufiger auf abgeleitete Rentenansprüche angewiesen sind.

Dieser Unterschied wirkt sich direkt auf den Lebensstandard im Alter aus. Frauen sind häufiger von Altersarmut betroffen als Männer, da geringere Rentenansprüche oft über viele Jahre hinweg entstehen. Frühzeitig privat vorzusorgen kann helfen, diese Versorgungslücke gezielt zu verkleinern.

 

Teilzeit, Care-Arbeit und Kindererziehung beeinflussen die Rente

Rund 50 % der erwerbstätigen Frauen in Deutschland arbeiten in Teilzeit. Dazu kommen Erwerbsunterbrechungen für Kindererziehung und die Pflege von Angehörigen. Beides wirkt sich direkt auf die Rente aus: Wer weniger einzahlt, sammelt in der Rentenkasse weniger Entgeltpunkte und erhält dadurch im Alter eine niedrigere gesetzliche Rente. 

Ein weiterer Faktor ist der Gender Pay Gap. Frauen verdienen im Schnitt rund 16 % weniger pro Stunde als Männer. Auch dieser Unterschied sammelt sich über das Erwerbsleben zu niedrigeren Rentenansprüchen auf. Private Altersvorsorge hilft, diese Lücke zu schließen.

 

Welche Folgen eine fehlende Vorsorge haben kann

Frauen sind häufiger von Altersarmut betroffen als Männer. Laut Statistischem Bundesamt lag die Armutsgefährdungsquote bei Frauen ab 65 Jahren zuletzt bei rund 21 %, bei Männern derselben Altersgruppe dagegen bei etwa 17 %. 

Wer über viele Jahre weniger in die Rentenkasse einzahlt, erhält später eine geringere gesetzliche Rente. Eine ergänzende private oder betriebliche Altersvorsorge kann helfen, diese Versorgungslücke zu verkleinern und die finanzielle Unabhängigkeit im Ruhestand zu stärken.

Eine Frau lässt sich bei ihrer Bank zu den Möglichkeiten der Altersvorsorge für Frauen beraten.

Welche Möglichkeiten der Altersvorsorge gibt es für Frauen?

Für die Altersvorsorge stehen Frauen verschiedene Optionen zur Verfügung. Welche Vorsorgeform sinnvoll ist, hängt unter anderem vom Einkommen, der beruflichen Situation, der Familienplanung und dem gewünschten Anlagehorizont ab. Oft ist eine Kombination aus gesetzlicher, betrieblicher und privater Vorsorge sinnvoll.

Gesetzliche Rentenversicherung

Die gesetzliche Rentenversicherung bildet die Grundlage der Altersvorsorge für die meisten Arbeitnehmerinnen in Deutschland. Wer angestellt arbeitet, zahlt automatisch Beiträge in die Rentenkasse ein und sammelt dadurch Entgeltpunkte für die spätere Rente.

Durch Teilzeit, Kindererziehung oder Erwerbspausen fallen die Rentenansprüche bei Frauen jedoch häufig geringer aus. Deshalb reicht die gesetzliche Rente allein oft nicht aus, um den bisherigen Lebensstandard im Alter zu halten.

 

Betriebliche Altersvorsorge

Mit der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) können Arbeitnehmerinnen über den Arbeitgeber zusätzlich fürs Alter vorsorgen. Die Beiträge werden direkt aus dem Bruttogehalt eingezahlt. Arbeitgeber sind gesetzlich verpflichtet, mindestens 15 % Zuschuss zu leisten, wenn sie Sozialversicherungsbeiträge sparen.

Die bAV bietet steuerliche Vorteile und kann den langfristigen Vermögensaufbau unterstützen. Gleichzeitig sollten mögliche Auswirkungen auf Sozialleistungen und die spätere Besteuerung berücksichtigt werden.

 

Private Altersvorsorge

Neben gesetzlicher und betrieblicher Rente spielt die private Vorsorge eine wichtige Rolle bei der finanziellen Absicherung im Alter. Welche Möglichkeiten sich eignen, hängt von der individuellen Lebenssituation ab.

Private Rentenversicherung
  • Eine private Rentenversicherung ergänzt die gesetzliche Rente um eine zusätzliche Rentenzahlung. Sie kann helfen, Versorgungslücken im Alter gezielt auszugleichen. Je nach Tarif unterscheiden sich Flexibilität, Kosten und Renditechancen deutlich. Deshalb lohnt sich ein genauer Vergleich der verschiedenen Modelle und Vertragsbedingungen.

ETF- und Fondssparpläne
  • ETF- und Fondssparpläne ermöglichen einen langfristigen Vermögensaufbau über den Kapitalmarkt. Schon mit kleinen monatlichen Beträgen können Sie regelmäßig Geld in Wertpapiere investieren.

    Besonders bei langen Laufzeiten kann der Zinseszinseffekt den Vermögensaufbau unterstützen. Gleichzeitig unterliegen Wertpapieranlagen Schwankungen, weshalb sie sich vor allem für einen langfristigen Anlagehorizont eignen.

Altersvorsorgedepot
  • Das geplante Altersvorsorgedepot befindet sich derzeit noch in der politischen Diskussion. Vorgesehen ist ein staatlich gefördertes Vorsorgedepot mit stärkerem Fokus auf den langfristigen Vermögensaufbau über Wertpapiere wie ETFs und Fonds. Die konkreten Regelungen und Förderbedingungen stehen noch nicht endgültig fest (Stand: 05.2026).

Welche Altersvorsorge sinnvoll ist, hängt stark von Ihrer Lebenssituation, Ihrem Einkommen und Ihren persönlichen Zielen ab. Die Berater der Volksbank Stuttgart unterstützen Sie dabei, passende Vorsorgemöglichkeiten sinnvoll zu kombinieren und langfristig eine stabile Absicherung für den Ruhestand aufzubauen.

Welche Altersvorsorge passt zu welcher Lebenssituation?

Die passende Altersvorsorge für Frauen hängt stark von der persönlichen Lebenssituation ab. Teilzeit, Selbstständigkeit oder Kindererziehung beeinflussen Einkommen, Rentenansprüche und Sparmöglichkeiten oft unterschiedlich. Umso wichtiger ist eine Vorsorgestrategie, die zur eigenen Lebensrealität passt.

Altersvorsorge für Frauen in Teilzeit
  • Wer in Teilzeit arbeitet, zahlt meist weniger in die gesetzliche Rentenversicherung ein und sammelt dadurch weniger Entgeltpunkte. Das kann die spätere gesetzliche Rente spürbar reduzieren. Eine ergänzende private oder betriebliche Altersvorsorge kann helfen, diese Versorgungslücke teilweise auszugleichen.

    Auch mit kleineren monatlichen Beträgen lässt sich langfristig Vermögen aufbauen. Wertpapiersparpläne mit ETFs oder Fonds können dafür flexible Möglichkeiten bieten. Zusätzlich kann eine betriebliche Altersvorsorge sinnvoll sein, da Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet sind, einen Zuschuss von mindestens 15 % zu leisten.

Altersvorsorge für selbstständige Frauen
  • Selbstständige Frauen müssen ihre Altersvorsorge häufig eigenverantwortlich organisieren, da sie nicht automatisch in der gesetzlichen Rentenversicherung abgesichert sind. Dadurch gewinnt der frühzeitige Vermögensaufbau besonders an Bedeutung.

    Möglichkeiten reichen von ETF- und Fondssparplänen bis hin zu privaten Rentenversicherungen. Welche Lösungen im Einzelfall sinnvoll sind, hängt von Einkommen, Risikobereitschaft und persönlicher Planung ab.

Altersvorsorge für Mütter
  • Kindererziehung und Erwerbspausen wirken sich häufig auf die spätere Rente aus. Zwar werden Kindererziehungszeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung angerechnet, dennoch entstehen oft Versorgungslücken, insbesondere bei längerer Teilzeitbeschäftigung.

    Für Familien können Angebote mit staatlichen Zulagen interessant sein, wie das geplante Altersvorsorgedepot. Zusätzlich kann ein früh gestarteter ETF- oder Fondssparplan helfen, auch mit geringen Beträgen langfristig ein finanzielles Polster für den Ruhestand aufzubauen. Je früher Sie mit der Altersvorsorge beginnen, desto länger kann Ihr Geld für Ihre finanzielle Zukunft arbeiten.

Die passende Altersvorsorge hängt immer von der eigenen Lebenssituation, den persönlichen Zielen und den finanziellen Möglichkeiten ab. Umso wichtiger ist es, frühzeitig einen Überblick über die eigene Rentensituation zu bekommen und mögliche Versorgungslücken rechtzeitig zu erkennen. Die Berater der Volksbank Stuttgart unterstützen Sie dabei, eine Vorsorgestrategie zu entwickeln, die zu Ihrem Leben passt – verständlich, persönlich und auf Augenhöhe.

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Fazit: Früh vorsorgen und finanzielle Sicherheit im Alter schaffen

Die gesetzliche Rente allein reicht für viele Frauen im Alter oft nicht aus. Umso wichtiger ist es, die eigene Altersvorsorge aktiv anzugehen und sich frühzeitig mit den verschiedenen Möglichkeiten auseinanderzusetzen. Ob kleine monatliche Sparbeträge, staatliche Förderungen oder langfristiger Vermögensaufbau: Wer rechtzeitig beginnt und die eigene Vorsorge regelmäßig überprüft, schafft bessere Voraussetzungen für finanzielle Unabhängigkeit im Ruhestand.

Die Berater der Volksbank Stuttgart unterstützen Sie dabei, Ihre aktuelle Vorsorgesituation besser einzuschätzen und eine Altersvorsorge aufzubauen, die zu Ihrer Lebenssituation und Ihren finanziellen Zielen passt.

Häufige Fragen zum Thema Altersvorsorge für Frauen

Warum ist die Rentenlücke bei Frauen größer?
  • Frauen erhalten in Deutschland durchschnittlich weniger gesetzliche Rente als Männer. Gründe dafür sind unter anderem Teilzeitarbeit, Erwerbspausen durch Kindererziehung oder Pflege sowie geringere Einkommen während des Berufslebens. Dadurch zahlen viele Frauen über Jahre hinweg weniger in die gesetzliche Rentenversicherung ein und sammeln entsprechend weniger Entgeltpunkte.

Wie viel Geld sollten Frauen monatlich für die Altersvorsorge zurücklegen?
  • Als Orientierung empfehlen Experten häufig, etwa 10 bis 15 % des monatlichen Nettoeinkommens für die Altersvorsorge einzuplanen. Wie hoch die individuell passende Sparrate ist, hängt jedoch von Faktoren wie Einkommen, Rentenansprüchen, Lebenssituation und dem geplanten Renteneintritt ab. Wer früh beginnt, kann oft schon mit kleineren monatlichen Beträgen langfristig Vermögen aufbauen.

Sind ETFs eine sinnvolle Altersvorsorge für Frauen?
  • ETF- und Fondssparpläne können ein sinnvoller Baustein der Altersvorsorge sein, da sie langfristige Renditechancen am Kapitalmarkt ermöglichen. Besonders bei langen Anlagezeiträumen kann der Zinseszinseffekt den Vermögensaufbau unterstützen. Gleichzeitig unterliegen Wertpapieranlagen Kursschwankungen und eignen sich deshalb vor allem für einen langfristigen Anlagehorizont. Denn über einen längeren Zeitraum können zwischenzeitliche Schwankungen besser ausgeglichen werden.

Welche Altersvorsorge eignet sich für Frauen ab 30?
  • Frauen ab 30 profitieren besonders von einem frühen Einstieg in die Altersvorsorge, da über viele Jahre hinweg bereits kleinere monatliche Beiträge Vermögen aufbauen können. Flexible Vorsorgelösungen wie ETF- und Fondssparpläne, vermögenswirksame Leistungen oder die betriebliche Altersvorsorge eignen sich in dieser Lebensphase häufig besonders gut.

Wie können Frauen ab 40 ihre Altersvorsorge aufbauen?
  • Mit 40 Jahren lohnt sich zunächst ein Überblick über die bisherige Vorsorge und die voraussichtlichen Rentenansprüche. Wer mögliche Versorgungslücken erkennt, kann gezielt gegensteuern – etwa durch höhere Sparraten, eine betriebliche Altersvorsorge, private Rentenversicherungen oder langfristige Wertpapieranlagen.

Welche Möglichkeiten der Altersvorsorge gibt es für Frauen ab 50?
  • Auch mit 50 Jahren kann der Start einer privaten Altersvorsorge sinnvoll sein. Viele Frauen setzen in dieser Lebensphase auf eine Kombination aus Sicherheit und Renditechancen, beispielsweise durch private Rentenversicherungen, ETF- oder Fondssparpläne sowie risikoärmere Anlageformen wie Festgeld.

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