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Junge Eltern berechnen mit einem Elterngeldrechner die Höhe ihres Elterngeldes.

Elterngeldrechner: Elterngeld einfach berechnen

Ein Baby verändert vieles, auch die Finanzen. Mit einem Elterngeldrechner sehen Sie schon vor der Geburt, wie viel Elterngeld Ihnen zusteht. Wir zeigen Ihnen, wie die Berechnung funktioniert und welche Angaben Sie dafür brauchen. So planen Sie das Familienbudget von Anfang an realistisch.

 

Das Wichtigste zum Elterngeld auf den Punkt

  • Ein Elterngeldrechner schätzt Ihr Elterngeld anhand Ihres Nettoeinkommens aus den zwölf Monaten vor der Geburt.

  • Das Basiselterngeld ersetzt 65 bis 100 % des wegfallenden Nettoeinkommens, mindestens 300 € und höchstens 1.800 € im Monat.

  • Zuschläge wie der Geschwisterbonus und der Mehrlingszuschlag sowie das ElterngeldPlus und der Partnerschaftsbonus verändern die Höhe der Auszahlung.

  • Der Rechner liefert nur eine Näherung. Den verbindlichen Betrag bestimmt Ihre Elterngeldstelle, in Baden-Württemberg ist das die L-Bank.

Was macht ein Elterngeldrechner?

Ein Elterngeldrechner berechnet online, wie viel Elterngeld Sie nach der Geburt voraussichtlich bekommen. Sie geben Ihr Einkommen und einige Eckdaten ein und der Rechner zeigt das Ergebnis in wenigen Minuten. So planen Sie Ihre Elternzeit, noch bevor Sie das Elterngeld beantragen.

Die meisten Rechner fragen nach Ihrem Nettoeinkommen, Ihrer Steuerklasse, weiteren Kindern im Haushalt und der geplanten Aufteilung zwischen den Eltern. Viele Angebote teilen sich in einen Schnellrechner für eine grobe Schätzung des Elterngelds und einen Planer für die genaue Verteilung der Bezugsmonate. Ein Elterngeldrechner kann auch mit einer Anstellung in Teilzeit genutzt werden. Ebenso kann ein Elterngeldrechner eine Orientierungshilfe für Selbstständige sein.

Einen kostenlosen und amtlichen Elterngeldrechner finden Sie online beim Familienportal des Bundes. Auch die Volksbanken und Raiffeisenbanken stellen einen Rechner bereit. Jeder Rechner liefert nur eine Näherung. Den verbindlichen Betrag legt Ihre zuständige Elterngeldstelle fest. Kleine Abweichungen zwischen Rechner und Bescheid sind normal.

Wie berechnet sich die Höhe des Elterngeldes? 

Die Höhe des Elterngeldes richtet sich nach dem Nettoeinkommen, das nach der Geburt wegfällt. Als Basiselterngeld bekommen Sie als Ersatzrate je nach Einkommen 65 bis 100 % des Nettoeinkommens. Je höher Ihr Einkommen in den letzten 12 Monaten vor dem Geburtsmonat war, desto höher das Elterngeld, bis zu einem festen Höchstbetrag. Grundlage ist Ihr Anspruch aus der Erwerbstätigkeit vor der Geburt. Mehr zum Thema Elterngeld, der Höhe und wer es bekommt, lesen Sie in unserem Ratgeber zum Elterngeld.

So wird das Elterngeld berechnet

In drei Schritten zum monatlichen Beitrag

Schritt 1

Nettoeinkommen

Brutto aus 12 Monaten minus Steuern und Sozialabgaben

max. 2.770 €

Schritt 2

Ersatzrate

Anteil, der das bisherige Nettoeinkommen ersetzt.

65 bis 100 %

Schritt 3

Elterngeld

monatlicher Auszahlungsbetrag

300 € - 1.800 €

Die Ersatzrate: mehr Elterngeld für Geringverdiener
  • Das Basiselterngeld ersetzt grundsätzlich 65 % des wegfallenden Nettoeinkommens. Wer nach der Geburt gar kein Einkommen erzielt, erhält also 65 % des durchschnittlichen Nettoeinkommens vor der Geburt. Wird nach der Geburt weiterhin Einkommen erzielt, berechnet sich das ElterngeldPlus aus 65 % der Differenz zwischen dem Einkommen vor und nach der Geburt.

    Für die Berechnung wird ein monatliches Nettoeinkommen von höchstens 2.770 Euro berücksichtigt. Dadurch ist das Basiselterngeld auf maximal 1.800 Euro pro Monat begrenzt.

    Eltern mit geringerem Einkommen profitieren von einer höheren Ersatzrate. Sie richtet sich nach dem maßgeblichen Nettoeinkommen vor der Geburt:

  • Maßgebliches durchschnittliches Nettoeinkommen vor der GeburtErsatzrate
    unter 1.000 €67 % bis 100 %
    1.000 € bis 1.20067 %
    über 1.200 € bis 1.240 €sinkt von 67 % auf 65 %
    ab 1.240 €65 %
  • Je 2 €, die das Nettoeinkommen unter 1.000 € liegt, steigt die Ersatzrate um 0,1 Prozentpunkte – bis zu maximal 100 %. Unabhängig von der Einkommenshöhe wird mindestens der gesetzliche Mindestbetrag von 300 € Elterngeld gezahlt.

Mindest- und Höchstbetrag des Elterngeldes
  • Für das Basiselterngeld gelten gesetzlich festgelegte Mindest- und Höchstbeträge. Eltern erhalten mindestens 300 € pro Monat, selbst wenn vor der Geburt kein Einkommen erzielt wurde oder nach der Geburt kein Einkommensverlust entsteht. Der maximale Anspruch liegt bei 1.800 € monatlich und wird bei einem maßgeblichen Nettoeinkommen von etwa 2.770 € oder mehr erreicht.

    Beim ElterngeldPlus sowie beim Partnerschaftsbonus gelten entsprechend niedrigere Grenzen: Hier beträgt der monatliche Anspruch mindestens 150 € und höchstens 900 €.

Rechenbeispiele: So viel Elterngeld ist möglich

Die folgenden Beispiele zeigen, wie viel Elterngeld bei verschiedenen Nettoeinkommen möglich ist. Diese Ergebnisse des Elterngeldrechners basieren auf den Regelungen von 2026. Sie dienen der Orientierung und ersetzen keine genaue Prüfung.

Diese Werte gelten für das Basiselterngeld ohne Zuschläge. Geschwisterbonus, Mehrlingszuschlag oder ein Teilzeiteinkommen verändern das Ergebnis.

Maßgebliches durchschnittliches Nettoeinkommen vor der GeburtUngefähre ErsatzrateUngefähres Basiselterngeld pro Monat
900 €rund 72 %rund 650 €
1.100 €67 %

rund 737 €

1.500 €65 %rund 975 €
2.000 €65 %rund 1.300 €
2.770 € und mehr65 %1.800 € (Höchstbetrag)

Basiselterngeld oder ElterngeldPlus im Rechner

Im Rechner wählen Sie zwischen zwei Varianten. Das Basiselterngeld zahlt den vollen Monatsbetrag, meist für bis zu zwölf Lebensmonate. Das ElterngeldPlus zahlt höchstens den halben Betrag, dafür doppelt so lange. ElterngeldPlus lohnt sich vor allem, wenn Sie früh wieder in Teilzeit arbeiten. So verbinden Sie Gehalt und Elterngeld über einen längeren Zeitraum.

Zusätzlich gibt es den Partnerschaftsbonus. Arbeiten beide Eltern für mehrere Lebensmonate gleichzeitig zwischen 24 und 32 Wochenstunden, gibt es weitere Partnermonate als ElterngeldPlus für jeden Elternteil. Auch Alleinerziehende nutzen diesen Bonus. Der Elterngeldrechner berücksichtigt die Partnermonate, sobald Sie die Aufteilung eingeben. Wie lange Sie Elterngeld bekommen, hängt also von Ihrer Wahl ab.

Zuschläge: Geschwisterbonus und Mehrlingszuschlag

Leben weitere Geschwisterkinder im Haushalt, erhöht der Geschwisterbonus Ihr Elterngeld. Er beträgt 10 % des Elterngeldes, mindestens 75 € im Monat. Voraussetzung ist ein Geschwisterkind unter drei Jahren oder zwei Kinder unter sechs Jahren.

Bei Mehrlingsgeburten kommt der Mehrlingszuschlag dazu. Für jedes weitere Kind gibt es 300 € im Monat zusätzlich. Bei Zwillingen steigt das Basiselterngeld so um 300 €.

Sonderfälle bei der Berechnung

Nicht jede Situation passt in das Standardschema und wird so auch nicht immer von Elterngeldrechnern oder Schnellrechnern für Elterngeld abgedeckt. In diesen Fällen lohnt ein genauer Blick.

Teilzeit während des Bezugs
  • Arbeiten Sie während des Elterngeldbezugs in Teilzeit, zählt nur der Einkommensverlust. Der Elterngeldrechner vergleicht Ihr früheres Netto mit dem Teilzeit-Netto und ersetzt einen Teil der Differenz. Mehr Teilzeitgehalt bedeutet daher weniger Elterngeld.

Elterngeld für Selbstständige
  • Bei Selbstständigen zählt der Gewinn aus dem letzten abgeschlossenen Kalenderjahr. Schwankt Ihr Einkommen stark, weicht das Ergebnis des Elterngeldrechners für die Berechnung des Elterngeldes bei Selbstständigen häufig vom Bescheid ab. Halten Sie Ihren Steuerbescheid und weitere Unterlagen für die Elterngeldstelle bereit.

Steuerklasse und der „Elterngeld-Trick“
  • Ihre Steuerklasse beeinflusst das Nettoeinkommen und damit das Elterngeld. Ein Wechsel in eine günstigere Steuerklasse vor der Geburt erhöht das maßgebliche Netto bei der Berechnung des Elterngeldes. Dieser „Elterngeld-Trick" wirkt aber nur, wenn der Wechsel rechtzeitig erfolgt. Lassen Sie sich dazu früh beraten.

Einkommensgrenze: ab wann kein Anspruch?
  • Für Geburten ab April 2025 gilt eine Einkommensgrenze von 175.000 € zu versteuerndem Einkommen im Jahr. Wer darüber liegt, bekommt kein Elterngeld. Diese Grenze gilt für Paare und für Alleinerziehende. Maßgeblich ist das zu versteuernde Einkommen, nicht das Bruttogehalt: Bei Paaren zählt dabei das zu versteuernde Einkommen beider Partner zusammen, bei Alleinerziehenden nur das eigene.

Ein junger Vater informiert sich über Möglichkeiten, das Elterngeld anzulegen.

Elterngeld clever anlegen

Elterngeld federt den Einkommensverlust ab. Bleibt am Monatsende etwas übrig, können Sie es sinnvoll anlegen. So bauen Sie gemeinsam früh Rücklagen für Ihr Kind auf. Je nach Ziel gibt es dafür unterschiedliche Wege. Bei allen Geldanlagen gilt: Chancen und Risiken gehören zusammen. Wie Sie für Ihren Nachwuchs sparen, zeigt unser Ratgeber zur Geldanlage für Kinder.

Tagesgeld für flexible Rücklagen

Auf einem Tagesgeldkonto bleibt Ihr Geld flexibel verfügbar. Sie zahlen jederzeit ein und wieder aus, ohne feste Laufzeit. Es eignet sich für kurzfristige Rücklagen. Die Verzinsung hängt vom Zinsniveau ab und variiert. Für einen Tagesgeld-Sparplan können Sie einen Dauerauftrag vom Girokonto einrichten.

Festgeld für feste Ziele

Beim Festgeld legen Sie einen Betrag für eine feste Laufzeit an, bei der Volksbank Stuttgart zwischen drei und 36 Monaten. Der Zinssatz steht für diese Zeit fest, das schafft Planbarkeit. Dafür kommen Sie während der Laufzeit nicht an das Geld. Festgeld eignet sich also für Beträge, die Sie länger nicht brauchen.

Wertpapiersparplan für den langen Atem

Mit meinSparplan legen Sie regelmäßig Beträge in Aktien, aktiv gemanagte Fonds und ETFs an. Indem Sie auf verschiedene Anlagen setzen, verteilen Sie Ihr Geld breit und reduzieren so das Risiko einzelner Anlagen. Die Wertentwicklung schwankt jedoch und kurzfristige Verluste sind möglich. Historische Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Entwicklungen. Ein Wertpapiersparplan bietet sich daher für langfristige Ziele an.

Beraten lassen

Sie sind unsicher, welcher Weg zu Ihnen passt? Gemeinsam finden wir mit Ihnen eine Lösung. Die Berater der Volksbank Stuttgart sind in den Filialen vor Ort für Sie da und nehmen sich Zeit für Ihre Familie. Auch das clevere Anlegen von Kindergeld kann ein erster Schritt sein.

Jetzt beraten lassen

Häufige Fragen zum Elterngeldrechner

Wie rechne ich mein Elterngeld selbst aus?

Ziehen Sie von Ihrem Bruttoeinkommen der zwölf Monate vor der Geburt Steuern, Sozialabgaben und die Werbungskostenpauschale ab. Vom Netto-Durchschnitt ersetzt das Elterngeld 65 bis 100 %. Mit einem Elterngeldrechner können Sie dies ganz einfach online berechnen lassen.

Welche Angaben braucht ein Elterngeldrechner?

In der Regel benötigen Sie für einen Elterngeldrechner Ihr Nettoeinkommen, Ihre Steuerklasse, die Zahl weiterer Kinder und die geplante Aufteilung der Monate zwischen beiden Eltern. Je genauer Ihre Angaben, desto näher liegt das Ergebnis des Planers am späteren Bescheid Ihres Elterngeldes.

Wie genau ist das Ergebnis eines Elterngeldrechners?

Der Rechner liefert eine gute Orientierung, aber keine feste Zusage. Den verbindlichen Betrag bestimmt Ihre Elterngeldstelle nach Prüfung Ihrer Unterlagen. Kleine Abweichungen sind normal.

Zählen Weihnachts- und Urlaubsgeld bei der Berechnung mit?

Bei Angestellten bleiben einmalige Zahlungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld bei der Berechnung des Elterngeldes außen vor. Die Elterngeldstelle rechnet sie nicht zum laufenden Einkommen. Ein Elterngeldrechner berücksichtigt das ebenfalls.

Welche Stelle berechnet das Elterngeld in Baden-Württemberg?

In Baden-Württemberg ist die L-Bank für die Berechnung des Elterngeldes zuständig. Sie prüft den Antrag und zahlt das Elterngeld aus. Den Antrag stellen Sie nach der Geburt Ihres Kindes.

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